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Rheumaklinik und Landwirtschaftliche Krankenkasse bieten Programm "LKK Aktiv Plus Pflege" an

Intensivseminar für pflegende Angehörige

Bad Nenndorf (fox). Nachdem die Rheumaklinik Bad Nenndorf gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Krankenkasse Niedersachsen-Bremen (LKK NB) vor rund einem Jahr das Kooperationsprojekt "LKK aktiv" vorgestellt hat, erweitern Klinik und Kasse ihr Präventionsangebot jetzt für pflegende Angehörige. "LKK Aktiv Plus Pflege" heißt das Modell, in der vergangenen Woche war Premiere.

veröffentlicht am 01.11.2007 um 00:00 Uhr

Karin Imhof zeigt den Kursteilnehmerinnen, wie die zu pflegenden

Das Angebot ist speziell für Landwirte und deren Lebenssituation zugeschnitten und aus Sicht der Anbieter bislang einmalig in Deutschland. Da die Arbeitsbelastung in der Landwirtschaft hoch ist und zudem Pflege und Betreuung eines hilfebedürftigen Angehörigen viel Kraft, Geduld und Ausdauer abfordern, bedürfen diese Angehörigen einer besonderen Zuwendung, erklärte LKK-Verwaltungsdirektor Thomas Fischer, und zwar während des siebentägigen Aufenthaltes im Gästehaus "Edelweiß" der Rheumaklinik. "Wir wollen uns mit diesem Angebot eindeutig von Wellness abgrenzen", verdeutlichte Klinikleiter Erhard Steege. Es gehe zwar auch darum, sich zu entspannen. Steege und Staatsbad-Geschäftsführer Peer Kraatz unterstreichen jedoch den professionellen Charakter und den straffen Lehrplan dieser "informativen Auszeit". "Wir setzen auf Qualität", so Steege. Die zu pflegenden Angehörigen werden während dieser Woche in Kurzzeit- oder Verhinderungspflege umsorgt, erklärte Fischer. Die Kosten dafür trage die Kasse. Die Teilnehmer zahlen für den einwöchigen Kursus einen Eigenanteil von 99 Euro. In Gruppen von bis zu 15 Personen pro Seminar werden die Teilnehmer geschult. Das Durchschnittsalter der Zielgruppe liege bei 50 Jahren. Wie Fischer erläuterte, erhalten die Teilnehmer unter anderem Hilfestellungen zur Pflegetätigkeit, Tipps, wie sich Fehlhaltungen bei der Pflege vermeiden lassen, und wie die Angehörigen Stress und Anspannungen entgegenwirken können. Speziell geschultes Personal aus Sportlehrern, Psychologen und beispielsweiseder examinierten Krankenschwester Karin Imhof, vermitteln den Seminarteilnehmern in Praxis und Theorie Wissen um deren Pflegetätigkeit - unter anderem in einem dreiteiligen Intensivkursus. Dass die Teilnehmer aus dem gleichen Umfeld kommen, empfinden Steege und Fischer als positiv. "Der Kontakt und Austausch der Teilnehmer untereinander ist wichtig und trägt zur Selbsthilfe bei", sagte Fischer. Im ersten Seminar in der vergangenen Woche habe es kaum Berührungsängste gegeben. Den Teilnehmern wird nicht nur Wissen vermittelt. Die eigene Gesundheit soll auch nicht zu kurz kommen. Mit knackigen Bewegungsangeboten wie Nordic-Walking und Gymnastik, kombiniert mit Entspannungskursen und organisierter Freizeit im gesamten Kreisgebiet, sollen die pflegenden Angehörigen geistig und körperlich stärken und deren "Akkus wieder aufladen".



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