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Zwölf Landesposaunenwarte spielen als "Norddeutsches Blechbläsercollegium"

Intensive Klausur sorgt für Furore in der Bückeburger Stadtkirche

Bückeburg (mig). Ganz besonders prominent besetzt war das Konzert des Norddeutschen Blechbläsercollegiums in der Stadtkirche. Etliche Landesposaunenwarte zeigten ihr Können an Trompete, Horn, Posaune und Tuba.

veröffentlicht am 25.11.2006 um 00:00 Uhr

Die Bläser des Norddeutschen Blechbläsercollegiums. Foto: mig

Die zwölf Blechbläser, die zu einem Probenwochenende in Bergkirchen zusammengekommen waren, nutzten die Einladung durch Kantor Siebelt Meyer, um sich dem Bückeburger Publikum zu präsentieren. Geschadet hat die intensive Klausur hörbar nicht: Die Bläser hatten ein ausgefeiltes und abwechslungsreiches Programm einstudiert. Stephan Meys "Ouvertüre", ein zehnstimmiges modernes Werk, das der Autor extra für die Gruppe komponiert hat, zeigte gleich zu Beginn die musikalischen Möglichkeiten eines reinen Blechblasensembles auf. Nach der "Suite from Abdelazer" von Henry Purcell (1659-1695) gingen die Bläser dann zur geistlichen Musik über. Besonders eindrucksvoll und fein intoniert - Johann Sebastian Bachs "Wachet auf, ruft uns die Stimme" mit dem Vorspiel und dem eigentlichen Choral. Das die Herren aber auch ganz anders können, deutete sich an bei "Londonderry Air" mit Ulrich Dieckmann aus Hamm an der Soloposaune. "Er spielt das so bezaubernd, er muss eigentlich mit dem Straßenmusikanten verwandt sein, der die Melodie erfunden hat," scherzte Christian Kornmaul, der für die Ansagen zuständig war. Dem ist nichts hinzuzufügen. Dann drehten die zwölf Brasskünstler richtig auf: Die spritzige "Homage to the noble Grape" von Goff Richards (geboren 1941) mit den einzelnen Sätzen "Champagne", "Chablis", "Chianti", "Hock" und "Fundador (and more Champagne)" war so richtig nach dem Geschmack der Zuhörer. Perlende Trompeten und gut geschmierte Posaunen feierten die verschiedenen Alkoholsorten. Den Schluss machte dann das Traditional "Battle of Jericho." "Ich verabschiede mich am besten schon jetzt von ihnen, nachher habe ich bestimmt keinen Atem mehr dafür."

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