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Terracotta und Co. lassen Freunde des Kunsthandwerks Gutes tun für Frauen in Bedrängnis

Intelligentes Konzept füllt den Spendentopf

Bückeburg (jp). Zum 18. Mal hat der Kreisverband Schaumburg der Arbeiterwohlfahrt jetzt zu seinem großen Kunstbasar zugunsten des Schaumburger Frauenhauses eingeladen. 1990 ins Leben gerufen, findet dieser Basar alljährlich kurz vor Ostern in den Räumlichkeiten der Landfrauenschule Bückeburg statt. Hier hat die Veranstaltung seit 1993 ihr festes Domizil, nachdem sie ganz zu Beginn zunächst inder Alten Polizei und dann im Ratskeller Stadthagen stattfand.

veröffentlicht am 21.03.2007 um 00:00 Uhr

Dekoratives an den Ständen und Wohlklingendes von "Little Jazz"

Das Frauenhaus selbst existiert seit 1987 und bot seitdemüber 1000 Frauen und über 1200 Kindern Schutz und Zuflucht vor häuslicher Gewalt. 2007 kann die Einrichtung, die von der Arbeiterwohlfahrt getragen und vom Landkreis Schaumburg mitfinanziert wird, somit auf ihr zwanzigjähriges Bestehen zurückblicken. Der Basar umfasste in diesem Jahr 23 Künstler und Aussteller, die wie immer 20 Prozent ihrer Einnahmen an das Frauenhaus fließen ließen. Zu den vielfältigen Angeboten aus Terracotta, Aquarellen, Modeschmuck, Seidenmalerei oder Fotoarbeiten fügte sich eine Cafeteria mit reichhaltigem Kuchenangebot. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Bückeburger Duo "Little Jazz". "Ich bin sicher, viele Kunstliebhaber warten jedes Jahr schon auf diesen Termin", meinte Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, als er gemeinsam mit dem Awo-Vorsitzenden Ernst Kastning und Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske den Basar in der Landfrauenschule eröffnete. Heutzutage sei es bei weitem nicht mehr so einfach, Spenden für einen guten Zweck zu bekommen wie früher. Daher seien intelligente Konzepte wie die Kombination von edlem Kunsthandwerk, der Atmosphäre der Landfrauenschule und dem guten Zweck des Frauenhauses gefragt. Schöttelndreier verwies auf den jährlichen Zuschuss von 154 000 Euro des Landkreises an das Frauenhaus. Weitere 105 000 Euro des Landkreises fließen in die Schwangeren-, Integrations- und Migrationsberatung der Awo. "Eigentlich wäre die großartige Arbeit der Awo es wert, noch viel mehr gefördert zu werden, aber Haushaltsplan und Pflichtaufgaben legen uns Zügel an." Auch bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus leiste die Awo wichtige Präventionsarbeit. In Kürze werde der Landkreis gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt ein weiteres Projekt auf Basis der Aktion "Schaumburg ist bunt" ins Leben rufen. Mit einem Präsent und einem riesigen Dankeschön wurde im Rahmen der Basareröffnung Edeltraut Müller aus dem Beirat des Frauenhauses verabschiedet. Die ehemalige Bückeburger Bürgermeisterin war Mitbegründerin der Initiative für ein Frauenhaus in Schaumburg, nahm aktiv an der Umsetzung teil und gehörte seit 1987 dem Beirat an. Auf vielen Ebenen habe sich Edeltraut Müller seitdem für die Akzeptanz und die Belange des Frauenhauses eingesetzt, so Heidemarie Hanauske. 1990 war sie auch die Initiatorin des Kunstbasars.

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