weather-image
Zwei Fachkräfte sollen sich um Sprachförderung an Kindergärten kümmern / Kosten: 37 000 Euro

Integration: Deutschkurse für Migrantenkinder

Rinteln (wm/crs). Zwei Fachkräfte sollen sich künftig um die Sprachförderung an den Rintelner Kindergärten kümmern - vor allem um Kinder, bei denen Deutsch zu Hause keine Muttersprache ist. Das hat der Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend beschlossen. Das Gremium ist damit Anträgen von CDU und WGS gefolgt.

veröffentlicht am 03.06.2006 um 00:00 Uhr

Darüber hinaus hat die Stadt mit dem Landkreis vereinbart, an der Erstellung eines regionalen Konzeptes zur systematischen Sprachförderung mitzuarbeiten - diese Kooperation ist Voraussetzung für eine Personalkostenförderung. Und Zuschüsse kann die Stadt gut gebrauchen: Rund 37 000 Euro an Gesamtkosten entstehen durch die beiden Halbtagsstellen, die zunächst befristet für je ein Jahr eingerichtet werden. Zwar hofft die Stadt zumindest für die Anlaufphase auf Fördermittel vom Land, trotz der finanziellen Beteiligung des Landkreises wird jedoch ein Eigenanteil von mindestens 7000 Euro bleiben. Das Konzept hatten Vertreter der Stadt und des Landkreises zuvor mit den Leiterinnen der Rintelner Kindergärten besprochen. Dabei ist nach Auskunft der Stadtverwaltung deutlich geworden, "dass die Sprachförderung in den Einrichtungen seit jeher zur täglichen Arbeit gehört". Gleichwohl gibt es in Rinteln Bedarf für eine gezielte sprachliche Förderung vor allem von Migrantenkindern, auch um eine gelungene Integration möglich zu machen. 107 Kinder brauchen nach Auskunft des Ersten Stadtrats Jörg Schröder eine solche Förderung. Die Arbeit der beiden Fachkräfte wird sich voraussichtlich auf fünf Einrichtungen konzentrieren: "Am größten ist der Bedarf derzeit am Nikolai-, Oberlin- und Comenius-Kindergarten, außerdem in Exten und im Klabauternest", erläutert Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Die Kreisstadt Stadthagen, so erinnert CDU-Pressesprecherin Dagmar König, gebe das Dreifache, nämlich rund 100 000 Euro für Sprachförderung und Hausaufgabenhilfe aus, allerdings sei hier auch der Anteil ausländischer Kinder höher: "Die CDU wird im Auge behalten, ob in Rinteln mit einem Drittel dieser Summe tatsächlich eine qualifizierte sprachliche Förderung für alle Kinder erreicht werden kann." Auch Hausaufgabenhilfe gehöre für die CDU zur Sprachförderung, auch dieses Thema werde nochmals aufgegriffen, kündigt Dagmar König an.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare