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TuS Sülbeck: Dorf-Tennis am Ende?

Instandsetzung der Tennisplätze kommt zu teuer

Sülbeck (mw). Auf den Tennisplätzen des Turn- und Sportvereins Sülbeck bietet sich ein trostloses Bild: Da dessen Tennissparte zu wenig Mitglieder hat, ist die Anlage in diesem Jahr nicht aufbereitet worden. Mittlerweile nehmen zahlreiche Unkräuter Besitz von den Plätzen.

veröffentlicht am 23.07.2008 um 00:00 Uhr

Wildwuchs breitet sich auf den stillgelegten Tennisplätzen des T

Der bemitleidenswerte Zustand der Tennisplätze des Turn- und Sportvereins (TuS) Sülbeck dürfte die Gesichtszüge manch eines Platzwartes nach unten entgleisen lassen. Nicht nur entlang der Ballfangzäune breitet sich derzeit wildwucherndes Unkraut aus, etliche der Pflanzen haben sogar schon die Spielfelder erreicht und setzen dort - sofern sie nicht vertrocknet sind - zweifelhafte grüne Akzente. Im März habe man auf einer Versammlung der Tennissparte einstimmig beschlossen, die drei Plätze in diesem Jahr nicht instandzusetzen, erklärt Joachim Warneke, Tennisjugendwart beim TuS Sülbeck, deren ungepflegten Anblick. Die Sparte bleibe zwar bestehen, Tennis spielen müssten die Mitglieder nun aber auf den Anlagen des Sportvereins Nienstädt 09 und des Turn- und Sportvereins Liekwegen. "Es gab keine Alternative." Nach Auskunft von Hans-Dieter Mitschker, Tennisspartenleiter beim TuS Sülbeck, sind "rein finanzielle Gründe" ausschlaggebend für diese Entscheidung gewesen. So gehören gerade mal 45 Mitglieder des insgesamt rund 450 Mitglieder zählenden Vereins der Tennissparte an, wobei lediglich zirka 20 aktive Tennisspieler sind. Für das alljährliche Instandsetzen sind lautMitschker mindestens zehn bis 15 Personen erforderlich, um die drei Plätze zu säubern, etwa drei Tonnen neues Tennismehl pro Platz aufzubringen und die Tennisplätze abzuziehen. Die für die Aufbereitung der Anlage anfallenden Kosten beziffert er auf insgesamt 1500 Euro. Es sei jetzt Aufgabe des Vereinsvorstandes und der Gemeinde Nienstädt, zu überlegen, wie die Tennisanlage des TuS Sülbeck zukünftig sinnvoll genutzt werden kann, sagt Warneke. "Da muss ein durchdachtes Konzept her." Ein Wiedererstarken der Sparte sieht er auf absehbare Zeit indes nicht. Um für den Tennissport zu werben, habe man unter anderem bereits mehrfach einen Tag der offenen Tür und - in Kooperation mit der Grundschule Nienstädt - ein Schnuppertraining ausgerichtet. Die Resonanz sei aber nur gering gewesen. Zudem stünden insgesamt neun Tennisplätzen in der Gemeinde Nienstädt lediglich rund 5000 Einwohner gegenüber, während etwa der Tennisclub "Grün-Weiß" Stadthagen bei ebenfalls neun Plätzen auf das Mitgliederpotenzial einer Kreisstadt zurückgreifen könne. "In 20 Jahren sprechen wir im dörflichen Bereich nicht mehr von Tennis", prognostiziert Mitschker. "Nur noch die arrivierten Tennisvereine werden Zulauf haben."



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