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Innere Uhr längst ersetzt

Zu: „Viele nervt die Zeitumstellung“, vom 29. März

veröffentlicht am 22.04.2014 um 06:00 Uhr

Alle Jahre wieder, es nervt, das Generve mit der Zeitumstellung. Diese angeblich Genervten, die ihre innere Uhr längst durch die 24 Stunden laufenden Fernseher ersetzt haben und sich auf den zahlreichen „Maggisendern“ den unendlichen amerikanischen Schwachsinn reinziehen.

Sie waren wohl noch nie auf Flughäfen oder Bahnhöfen oder Autobahnen, nachts bei Hochbetrieb. Und von Millionen Schichtarbeitern haben sie auch noch nichts gehört, aber die Nervensäge Handy liegt nur 20 Zentimeter vom Kopfkissen entfernt.

Wo ist die innere Uhr, wenn die Wochenenden durchgefeiert werden? Oder nach 16 Stunden Flug sofort an die Bar müssen, weil ja alles inklusive und auf den letzten Drücker wieder zurück zum Arbeitsplatz fliegen. Die Genervten, die in Wartezimmern sitzen, aber nicht so recht wissen warum. Herr Doktor, ich weiß nicht, aber – ich habe vielleicht – mir ist manchmal… Wenn sie weniger essen, rauchen und vor der Glotze säßen, wäre auch der Arzt weniger genervt. Energie-Einsparung? Wo ist die denn, wenn man nachts aus 10 000 Meter Höhe auf die Erde blickt. Die Städte so hell erleuchtet, dass höchstens noch der Mond zu erkennen ist.

Millionen von Sternen sind wohl gerade nicht da, oder woanders. Energie-Einsparung? Küchen, Keller und Garagen vollgestopft mit elektrischen Geräten. Als Ersatz für den selbsttätigen Rasenmäher, der das überflüssige Grünzeug abschlägt, ab in den Folterkeller oder die Mucki-Bude. Natürlich hell erleuchtet!

Die Uhr könnte zwei Stunden vorgestellt werden, denn auf die Mast-Gettos der Fleisch- und Eierlieferanten hat die vollgefressene, dekadente Gesellschaft noch nie Rücksicht genommen. Einfach schön um 23 Uhr im Garten ohne Kunstlicht.

Hartmut Kipp, Holzminden



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