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Spezialisierung im Kreiskrankenhaus Stadthagen: "Den Allround-Internisten gibt es nicht mehr"

Innere Abteilung gliedert sich in zwei Kliniken

Stadthagen (sk). Die Innere Abteilung des Kreiskrankenhauses Stadthagen gliedert sich seit kurzem in zwei Fachabteilungen. Die Kardiologie (Medizinische Klinik I) leitet Lutz Dammenhayn, der die Abteilung vor eineinhalb Jahren mit eingerichtet hat. Seit vier Wochen baut Christoph Grotjahn die Medizinische Klinik II mit ihren Schwerpunkten Gastroenterologie (Magen-Darm-Heilkunde), Onkologie und Stoffwechselkrankheiten auf.

veröffentlicht am 17.05.2008 um 00:00 Uhr

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Der Gastroenterologe und Diabetologe Christoph Grotjahn hat bereits am Friederikenstift in Hannover, wo er sieben Jahre lang tätig war, die Endoskopie zur hochspezialisierten Abteilung entwickelt. Jetzt sieht er diese Herausforderung in Stadthagen. Hier steht Grotjahn unter anderem ein Endoskopie-Turm nach dem "neuesten Stand der Technik" zur Verfügung, ausgerüstet mit der Möglichkeit der Endosonografie. Die bisherigeEndoskopie erlaubt das Ansehen der Darm- und Magenschleimhäute mithilfe einer winzigen Kamera am Endoskop. Bei der Endosonografie sitzt zusätzlich ein Ultraschallkopf am Ende des Endoskops. Dieser Kopf kann direkt vor einem zu beurteilenden Organ, zum Beispiel der Bauchspeicheldrüse, platziert werden. Per Ultraschall ist es dem Arzt also möglich "in der Tiefe" zu diagnostizieren, das heißt, hinter den Schleimhäuten liegende Gewebeschichten und Organe zu beurteilen. Die Endosonografie erlaube eine exaktere Diagnose, der ein spezifischerer Therapieansatz folgen könne, so Grotjahn. Wurde früher zum Beispiel aufgrund eines entsprechenden Endoskopie-Ergebnisses "gleich operiert", könne heute genauer abgeschätzt werden, ob eine Operation im Einezlfall überhaupt noch angeraten sei, etwa bei einem fortgeschrittenen bösartigen Karzinom. Bestens ausgerüstet ist auch die Kardiologie. Bezogen auf die Geräte und die Qualifizierung der Ärzte "können wir uns fast mit Uni-Kliniken messen", so Dammenhayn. Das gelte für beide Kliniken, vor allem auch in der Notfallversorgung rund um die Uhr. Sowohl Magen-Darm-Blutungen als auch ein Herzinfarkt können im Stadthäger Krankenhaus optimal und jederzeit behandelt werden. Die Etablierung zweier Kliniken in der Inneren Medizin zeige, dass es den "All- round-Internisten" in Zukunft nicht mehr geben werde, so Dammenhayn. Sowohl der Kardiologe als auch Grotjahn - jetzt noch leitendeÄrzte ihrer Abteilungen - werden ab 2009 als Chefärzte fungieren, wenn der bisherige Chefarzt der Inneren Abteilung, Eckhardt Flohr in den Ruhestand tritt. Die Umstrukturierung begrüßt Flohr als "zukunfts- trächtig". Die Spezialisierung sei ebenso wie die Einrichtung der Dialyse im Haus, die Ansiedlung ergänzender Fachpraxen am Krankenhaus und in einem nächsten Schritt die Einrichtung der Strahlentherapie geeignet, das Stadthäger Krankenhaus für Patienten im Umfeld attraktiv zu machen und den Standort des Kreiskrankenhauses zu stärken.



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