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Inklusion ist wichtig

Sebastian Harfst schreibt mir in seinem Leitartikel aus der Seele. Nicht nur die Sicht auf geistige Behinderungen wird vom Ziel der Annäherung an unsere Normalität geprägt.

veröffentlicht am 26.09.2019 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 26.09.2019 um 11:28 Uhr

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Zu: „Ein schönes Leben – jenseits der Standards“, vom 20. September

„Wann wird das denn besser?“, fragte die Lehrerin, als sie begriff, dass unsere gehörlose Tochter dem Gespräch im Stuhlkreis wirklich nicht folgen konnte (im Gegensatz zum Unterricht, das funktionierte besser). Sie verstand erst, als ich konterte, ob sie einen beinlosen Rollifahrenden fragte, wann er eine Flugrolle könne. Das wird nicht besser. Das ist so. Unserer Tochter hängt es bis heute nach, dass sie die Regelschule verlassen musste, sonderbeschult, spracharm und mit einem langen Schulweg belastet. Ja, ich weiß: Inklusion funktioniert noch nicht wirklich. Zu wenig Personal, zu wenig spezielle Hilfen, zu wenig Geld. Dennoch: Inklusion ist der wichtigste Weg, künftigen Generationen zu vermitteln, dass es ein schönes Leben jenseits des Standards gibt.



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