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20 000 Euro kommen von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung

Industriedenkmal Eisenhammer gerettet: Dach kann saniert werden

Exten (who). Der "Eisenhammer", 1710 erbaut, zählt mit zu den interessantesten Industriedenkmalen im Schaumburger Land. Der dort hergestellte "Extenia"-Spaten gilt als ein legendäres Produkt. Lange Zeit stand auf der Kippe, ob das Gebäude erhalten werden kann oder abgerissen wird - nun steht es unter Denkmalschutz und dank einer großzügigen Spende der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Höhe von 20 000 Euro kann die wichtigste Investition für den Erhalt der Immobilie getätigt werden, ein neues Dach.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 15:36 Uhr

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Sparkassenvorstandsmitglied Günther Klußmeyer und der stellvertretende Stiftungsvorsitzende Michael-Heinrich Schormann haben jetzt dem Heimatverein, vertreten durch Horst Vöge, Bernd Kirchhoff, Sieghard Kretzer, der bis zu seiner Pensionierung noch täglich im Eisenhammer gearbeitet hat, und Heinrich Harting, einen Scheck im XXL-Format überreicht - eine eher symbolische Geste, denn "das Geld wird direkt auf Ihr Konto überwiesen", wie Klußmeyer betonte. "Als überregionale Kulturstiftung sind wir mittlerweile der größte öffentliche Kulturträger in Niedersachsen", erläuterte Schormann das Engagement. Vor nicht allzu langer Zeit habe er sogar eine direkte Verbindung zum Eisenhammer in Exten entdeckt, die bis in seine Kindheit in Hannover zurückreiche: "Auf einem Spaten, der meinen Eltern gehört hat und den ich schon früher oft in der Hand gehalten habe, habe ich das Extenia-Zeichen aus dem Extener Eisenhammer entdeckt." Noch heute könnten Spaten von der gleichen Machart im Unteren Eisenhammer gefertigt werden, versicherte Sieghard Kretzer, letzter Extener Hammerschmied, dem Gast. Für den Heimatverein Exten und besonders für den früheren langjährigen Vorsitzenden Heinrich Harting ist die Spende der Stiftung sozusagen der Lohn für beharrlichen Einsatz zum Erhalt des Industriedenkmals. 75 000 Euro hatte Harting seinerzeit als Bedarf für ein erstes umfassendes Maßnahmenpaket angemeldet. Die erste Chance kam, als sich das Leader plus-Projekt für den Nachbau eines historischen Weserkahns zerschlagen hatte. 25 000 Euro sind davon in die "Eisenhammer-Baukasse" umgeleitet worden. Je 12 000 Euro hatten die Stadt Rinteln und der Landkreis Schaumburg aus eigenen Mitteln bewilligt. "Mit den 70 000 Euro, die uns jetzt zur Verfügung stehen, kommen wir einen großen Schritt voran", bilanzierte Heinrich Harting. Neben der Dachsanierung als vordringlichster Baumaßnahme sollen damit auch Kosten für den Einbau von Fenstern nach Vorgaben des Denkmalschutzes und unter anderem die Beleuchtung für das Innere des Eisenhammers beglichen werden. "Die 20 000 Euro von der Sparkassenstiftung werden dabei ziemlich genau für die Arbeiten am Dach ausreichen", schätzt Harting.

Solide Handwerksarbeit: Solche Extenia-Spaten, wie hier Michael-
  • Solide Handwerksarbeit: Solche Extenia-Spaten, wie hier Michael-Heinrich Schormann in der Hand hält, hat Sieghard Kretzer (l.) bis zu seiner Pensionierung täglich geschmiedet.


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