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IGS zieht nach einem Jahr ihrer neuen gymnasialen Oberstufe eine positive Zwischenbilanz

Individuelle Förderung - und Teamgeist

Stadthagen (han). Seitüber einem Jahr hat die IGS Schaumburg eine gymnasiale Oberstufe. Oberstufen-Leiterin Astrid Budwach und IGS-Leiterin Carola Pliska ziehen im Pressegespräch eine positive Bilanz: Steigende Anmeldungen und leistungsstarke Schüler seien Beweis dafür, dass die "hochmotivierten Lehrkräfte eine gute Schule auf die Beine gestellt haben".

veröffentlicht am 11.01.2008 um 00:00 Uhr

Astrid Budwach

Gestartet sei die IGS-Oberstufe im vergangenen Jahr mit 67 Schülern, verteilt auf drei elfte Klassen, erinnert sich Budwach. "Im jetzigen 11. Jahrgang haben wir 97 Schüler in vier Klassen." Ziel sei es, 100 bis 120 Schüler pro Jahrgang aufzunehmen. Aufgrund der begrenzten Raumkapazitäten seien noch größere Schülerzahlen jedoch nicht möglich. "Wir sindmit der Vierzügigkeit zufrieden", sagt Pliska. Da die Schüler aus unterschiedlichen Schulformen kommen, sei es wichtig, Voraussetzungen anzugleichen und individuell zu fördern. Wichtigstes Instrument hierfür sei die "Eigenzeit" in der 11. Klasse: Vier Stunden pro Woche arbeiten die Schüler größtenteils selbständig. Es werden Hausaufgaben gemacht, Inhalte vertieft, Defizite aufgearbeitet und Begabungen gefördert. Betreut wird die "Eigenzeit" von Lehrern unterschiedlicher Fachrichtungen. Die Eigenzeit sei zudem Teil des Hochbegabtenförderkonzeptes der Schule, erklärt Pliska. "In der Eigenzeit habe ich an meinen Englisch-Defiziten gearbeitet, inzwischen komme ich im Unterricht wunderbar mit", berichtet Jonas Blatt (17), der in die 12. Klasse geht. "Die Lehrer gehen auf uns zu", ergänzt Nuria Ostermeier (17), "sie helfen auch denjenigen Schülern, die ihre Probleme nicht eingestehen wollen." In der 12. Klasse rücken die "Profilgruppen" in den Vordergrund. Nach den Worten von Budwach und Pliska arbeiten die Schüler zehn bis elf Stunden pro Woche in einem festen Klassenverband. Eine Profilgruppe besteht aus zwei Schwerpunktfächern und dem Seminarfach. Geboten werden Profile im mathematisch-naturwissenschaftlichen, im gesellschaftswissenschaftlichen, im sprachlichen und im musisch-künstlerischen Bereich. Im Seminarfach werden Grundlagen für Studierfähigkeit, wissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen, strukturiertes Arbeiten und wichtige Techniken zum Schreiben von Facharbeiten ein geübt. Um den Unterricht in den Profilgruppen aufeinander abzustimmen und interdisziplinäre Ansätze zu fördern, sei es notwendig, dass in beiden Schwerpunktfächern einer Profilgruppe die selben Schüler sitzen, so Budwach. Durch die Arbeit in den Profilgruppen werde zudem die Teamarbeit gestärkt, betont Schulleiterin Pliska. "Wir wollen verhindern, dass sich jeder Schüler einzeln durchkämpfen muss." Den Schülern des 12. Jahrgangs steht demnächst eine benotete Facharbeit bevor. Teil dieser Facharbeit ist ein "Profilpraktikum", das für Anfang April geplant ist. Jonas will sein Praktikum am Institut für Quantenphysik der Universität Koblenz absolvieren. Später möchte er Physik studieren und auf dem Gebiet der Nanotechnologie forschen. Nuria plant ein Praktikum in einem Verlag. Erst kürzlich hat sie im Rahmen einer benoteten Hausarbeit gemeinsam mit einer Schulkollegin ein Hörbuch geschrieben und vertont. Das Praktikum diene unter anderem dazu, einen Bezug zum späteren Studium und Beruf herzustellen, erläutert Pliska ("Das Praktikum ist Unterricht in anderer Form"). Im 13. Jahrgang können sich die IGS-Schüler auf eine einwöchige "Profilfahrt" freuen. Allerdings solle auch hier das Lernen und Arbeiten im Vordergrund stehen.

Carola Pliska
  • Carola Pliska
IGS-Schüler Simon Garbarek (18, v.l.), Tillmann Carl (17), Danie
  • IGS-Schüler Simon Garbarek (18, v.l.), Tillmann Carl (17), Daniel Schweer (17), Jonas Blatt (17), Nuria Ostermeier (17) und Ramona Nuyken (19) setzen auf Teamarbeit.


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