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Informationsabend in Rodenberg

In Startlöchern: Lehrer bereit für Gesamtschule

Rodenberg (bab). Bei einer Veranstaltung zur Konzeption von Integrierten Gesamtschulen haben sich in der Stadtschule Rodenberg Elternüber die Schulform informiert. Außerdem wurden Fragen zu den Rahmenbedingungen in Schaumburg und Rodenberg gestellt. Die Veranstaltung war von den Grundschulen Haste, Bad Nenndorf, Lauenau initiiert worden.

veröffentlicht am 26.02.2008 um 00:00 Uhr

Pädagoge Oswald Nachtwey sieht Vorteile in der Integrierten Gesa

Der Gesamtschuldirektor der IGS List in Hannover, Oswald Nachtwey, hat am Beispiel seiner Schule aufgezeigt, welchen Umfang und welche pädagogische Grundlage das Angebot der Gesamtschule umfasst. In der IGS List wird ein neigungsdifferenziertes Lernen praktiziert, das durch umfassende Angebote für die Schüler im musischen, sprachlichen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Bereich die Interessen auch über den erforderlichen Unterricht hinaus abdeckt. Für Nachtwey ein vorteilhaftes System, das individuelles Lernen ermöglicht. Die Schule, die auch im Hochbegabtenverbund ist, kann laut Nachtwey Ergebnisse bei den Abschlüssen vorwiesen, die über dem Landesdurchschnitt liegen. Den erweiterten Sekundar-I-Abschluss erreichen 53 Prozent der Schüler. 30 Prozent bekommen den Realschulabschluss. Während Landesweit zehn Prozent ohne Abschluss die Schulen verlassen, sind es bei der IGS List nur drei Prozent. Nachtweys Ausführungen boten zwar interessante Einblicke in das Innenleben einer Integrierten Gesamtschule, die Fragen der Eltern bezogen sich allerdings stärker darauf, wie es in Rodenberg und Schaumburg weitergeht. Das liege an den künftigen Entscheidungen des neuen Landtages und des Landkreises, so Rektorin Brigitte Naber. Fest steht, dass die Stadtschule, falls sie in eine IGS umgewandelt werden sollte, zu einer gebundenen Ganztagsschule mit täglichem Unterricht bis 15.45 Uhr werden muss und die Einführung aufsteigend von Klasse 5 erfolgt. Fest steht auch, dass das Rodenberger Lehrerkollegium den Entschluss gefasst hat, sich auf den Fall der Fälle bereits vorzubereiten. "Es besteht Offenheit und Bereitschaft der Kollegen zur Fortbildung", berichtete Naber, die Lehrer würden ohnehin schulformübergreifend arbeiten. Es sei eine Arbeitsgruppe gegründet worden. Hospitationen an verschiedenen Integrierten Gesamtschulen seien geplant. Anfang März tage der Schulausschuss des Kreises, informierte die Rektorin. Nach den Osterferien werde der Kreis dann eine Bedarfserhebung anschließe und zudem über die Standorte entscheiden, für die er die Einrichtung einer IGS beim Land beantragt. Dazu müsse der neue Landtag aber auch das Errichtungsverbot für Gesamtschulen kippen. Frühestens zum Schuljahr 2009/2010 rechnet die Schulleiterin mit der Einführung. "Die Schule bietet die Größe, sie zur IGS zu machen", stellte sie die räumlichen Bedingungen dar. Selbst sechszügige Jahrgänge seien möglich. Vierzügigkeit gewährleiste jedoch bessere persönliche Bindungen. Einige Elternäußerten Bedenken und befürchten, dass Schüler aus den Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg, die weiter eine konventionelle Haupt- oder Realschule besuchen wollen, dann weitere Wege zu machen hätten. Sollten diese nach Lindhorst oder Stadthagen fahren müssen, seien neue Transportprobleme zu erwarten.



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