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Neujahrsempfang in zwangloser Runde / Dorferneuerung und weitere Jubiläen stehen bevor

In Rolfshagen wird 2008 geplant und gefeiert

Rolfshagen (la). Zu einem Neujahrsempfang in zwangloser Runde hat Ortsvorsteher Rüdiger Teich die Vertreter aller Vereine und Institutionen eingeladen. Gemeinsam wurde dabei über die Wünsche, Ideen und Ziele für 2008 gesprochen, und schnell stellte sich heraus, dass das Jahr 2008 ein Jahr der Planung wird.

veröffentlicht am 15.01.2008 um 00:00 Uhr

Rolfshagens Ortsvorsteher Rüdiger Teich (v.l.) bedankt sich bei

"Die 700-Jahr-Feier war 2007 ein tolles Ereignis, das uns noch lange in positiver Erinnerung bleiben wird", sagte Teich. Zweiter Höhepunkt des vergangenen Jahres sei die Mitteilung gewesen, dass Rolfshagen in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen wurde. "Das ist ein wichtiges Projekt für die Entwicklung unserer Ortschaft. Es betrifft alle Rolfshäger und fordert auch alle, denn nur im aktiven Zusammenwirken mit den Bürgern kann ein solches Projekt ziel- und ergebnisorientiert umgesetzt werden", so Teich. Der Arbeitskreis, bestehend aus 18 Bürgern, hat die Arbeit bereits aufgenommen. Ideen wurden gesammelt und Schwerpunktthemen wie Siedlung, Verkehr, Versorgung, Infrastruktur und Gewerbe, Erholung, Freizeit und Fremdenverkehr, Landwirtschaft, Landschaft und Vereine ausgearbeitet. "Es muss in den nächsten Monaten ein guter und förderfähiger Dorferneuerungsplan erstellt werden, der auch die Hürden Gemeindeverwaltung und Genehmigungsstelle in Hannover nimmt", sagte Bürgermeister Thomas Priemer. "Nehmen Sie den Schwung aus 2007 mit, den Sie durch das Zusammenrücken während der Planung und Durchführung der 700-Jahr-Feier erhalten haben", forderte Priemer, dernoch einmal betonte, dass es ohne die Vorarbeit von "Rolfshagen Aktiv" und die 700-Jahr-Feier keine Dorferneuerung gegeben hätte. Priemer erwähnte kurz den Ausbau der Autobahn, der bekanntlich in Kürze fortgesetzt wird. "Bis Ende November dieses Jahres müssen wir alle noch einmal die Zähne zusammenbeißen, aber wenn dann alles fertig ist, dann machen wir ein Fass auf." Wichtig für ihn sei es aber auch, die Ganztagsschule zu realisieren, die Jugendarbeit zu fördern und den Hochwasserschutz mit Unterstützung von Fachleuten nach und nach sicherzustellen. "Rolfshagen hat Priorität. Rolfshagen ist jetzt einfach an der Reihe", versprach der Bürgermeister. Rüdiger Teich ging noch auf die Jugendarbeit in Rolfshagen ein und bedankte sich bei Andrea Wiechmann, Anne Dopheide und Mario Cascino für deren Engagement auch über die eigenen Vereinsgrenzen hinaus. Ziel des Ortsvorstehers ist es auch 2008, für die Bürger Ansprechpartner zu sein, die Vereine und Verbände bei ihren Vorhaben zu unterstützen und das neu gestaltete Feuerwehrhaus in Betrieb zu nehmen. Wilhelm Dieterich stellte für die TuSG Rolfshagen fest, dass eine Fusion zu einem großen Auetaler Verein zurzeit noch nicht in Frage kommt. "Schließlich wollen wir 2011 unser 100-jähriges Jubiläum feiern. Dafür beginnen wir bereits jetzt mit den Planungen." Bei den Schützen stehen 2008 die Mitgliedergewinnung und die Verjüngung im Vordergrund. Im April oder Mai soll das 50-jährige Bestehen des Schießsportzentrums gefeiert werden, und das Schützenfest 2009 wird als Dorfgemeinschaftsfest geplant. Die DLRG feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Dazu ist am 30. Mai ein Kommers geplant und ein Wochenende im Freibad mit Auetalpokal-Schwimmen und Badeparty. Hans-Peter Solasse von "Rolfshagen Aktiv" appellierte an alle Anwesenden, noch mehr zusammenzuarbeiten. "Es sollte nicht kritisiert oder gelästert, sondern gemeinsam angepackt werden." Der Erlös vom Weihnachtsmarkt in Höhe von 1000 Euro soll zunächst aufgespart werden, um davon eventuelle Wünsche im Rahmen der Dorferneuerung zu finanzieren, die nicht förderfähig sind. "Der Sozialverband stiftet für den Spielplatz am Dahlienweg eine Bank", teilte dessen Vorsitzender, Helmut Clausing, mit. "Ich wünsche mir für unseren Friedhof einen Gedenkstein für anonym bestattete Menschen. Er könnte Anlaufpunkt für die Angehörigen sein", sagte Pastorin Dr. Heike Köhler. Außerdem lobte sie den gelungenen "Advent der offenen Tür" und wies darauf hin, dass der Posaunenchor beim Gemeindefest im September sein 60-jähriges Bestehen feiern wird. Anne-Marie Matthias informierteüber die Jugendarbeit. "Es haben sich ehrenamtliche Helfer - allerdings nicht aus dem Auetal - gefunden, die mich im Jugendzentrum unterstützen möchten", sagte die Jugendpflegerin. Zwei bis drei Mal pro Woche möchte sie das Jugendzentrum für Kinder und Jugendliche öffnen und zuvor die Einrichtung verändern. "Alles soll freundlicher, offener und heller werden." Für die Jagdgenossenschaft machte Heinrich-Jürgen Ebeling auf die Probleme zwischen Jägern, Reitern und Hundehaltern aufmerksam. "Hier gibt es immer wieder Interessenkonflikte, die wir lösen möchten." Die Landschaftspflege, die die Wege und Bäche betrifft, würde fortgesetzt und auch beim Hochwasserschutz sei die Jagdgenossenschaft aktiv. "Das DRK bietet im März oder April wieder einen Erste-Hilfe-Kurs an", sagte Anne Dopheide, und die offene Jugendarbeit solle weiter unterstützt werden. Siegbert Held teilte mit, dass der Straßenausbau der "Reihe" im Frühjahr beginnt.

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