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Vertrag für deutsch-chinesisches Gemeinschaftsprojekt "EFF Euro Flansch Fitting GmbH" unterzeichnet

In Rodenberg gründet sich erstes Joint Venture

Rodenberg (bab). Jetzt fehlt nur noch ein Firmen-Logo, dann ist das erste Joint Venture in Rodenberg perfekt. Jüngst unterzeichneten die Partner aus Deutschland und China bei Rechtsanwalt Andreas Krayl den Vertrag, der die GmbH mit Sitz in der Deisterstadt besiegelte. Die Produktion der Firma ist in China, das Werk fertigt Flansche und Fittinge.

veröffentlicht am 27.09.2006 um 00:00 Uhr

Ein Bild von Rodenbergs Wahrzeichen gibt es als Geschenk: Julia

"EFF - Euro-Flansch-Fitting GmbH", heißt die länderübergreifende Kooperation. Die Amtsstraße 4 als Firmensitz ist nicht zufällig dieselbe Adresse wie die Firma "Wilhelm Geldbach Piping Equipment", die bereits seit Jahren mit Werken in Chima zusammenarbeitet. Deren Qualitätsmanager Andrej Batschkowski und dessen Frau Julia Kam halten 50 Prozent an EFF. Die Chinesin Yang Li, die auch Geschäftsführerin ist, zusammen mit dem Partner Cheng Li Xin die anderen 50 Prozent. Das Werk befindet sich in der Nähe von Schanghai. Norbert Jahn, geschäftsführender Gesellschafter von Geldbach, hat die Zusammenarbeit vermittelt und erklärt den Zweck des Joint Ventures. "Wir sehen die Chinesen nicht nur als verlängerte Werkbank, sondern als starke Partner." Dies sei speziell in der Branche des Anlagen- und Rohrleitungsbaus der Fall. "Geldbach und EFF werden jetzt gemeinsam den Weltmarkt erobern", sagt Jahn optimistisch. Dazu hat er allen Grund: Geldbach besitzt in Deutschland bereits einen Marktanteil von 30 Prozent. Größere Kapazitäten im chinesischen Werk haben zur Gründung beigetragen. Die nun zusätzlich produzierten Teile werden im Ausland vertrieben. Das Werk produziere ausschließlich für Geldbach und EFF. "Wir nehmen 100 Prozent der Produktion ab. Diese wird erhöht und so können wir mehr verkaufen", beschreibt Jahn die Vorteile. Auch die Qualitätsstandards sollen gewahrt bleiben. Dafür sorgt unter anderem Batschkowski, der jetzt schon die Fertigung kontrolliert. Auch für Rodenberg hat die Gründung Vorteile. Die Gewerbesteuer fließt in die Deisterstadt. Auch wenn davon nur zehn Prozent im Stadtsäckel bleiben, freut sich Stadtdirektor Uwe Heilmann. Immerhin will die GmbH bis Jahresende Gewinn erzielen.

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