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Verkehrskontrollen an "Kilometer 1,0"

In gefährlicher S-Kurve das Handy am Ohr

Lüdersfeld (gus). Die Polizei hat in dieser Woche den Verkehr an "Kilometer 1,0" bei Lüdersfeld kontrolliert. Die Aktion diente zuvorderst der Prävention. Die S-Kurve im Zuge der Landesstraße 449 gilt als besonders gefährlich. In den zurückliegenden dreieinhalb Jahren haben sich dort 40 Unfälle mit 19 Verletzten ereignet.

veröffentlicht am 07.06.2008 um 00:00 Uhr

Zwischen 9.30 und 14 Uhr sind am Dienstag die Geschwindigkeiten aller vorbeifahrenden Autos per Laserpistole gemessen worden. Im Einsatz waren zwei Stadthäger Beamte und sechs Bereitschaftspolizisten aus Hannover. Das Zivilfahrzeug mit der Laserpistole an Bord wurde an der Abzweigung nach Vornhagen mit Blickrichtung S-Kurve postiert. Exakt dokumentiert wurden die Ergebnisse in der "heißen Phase" - von 12 bis 14 Uhr. 57 der dabei kontrollierten 228 Fahrzeuge waren schneller als mit Tempo 50 unterwegs. Ein Viertel war also zu schnell. Sieben hatten mehr als 60 auf dem Tacho. Und das, obwohl die Fahrbahn feucht war und Polizeipressesprecher Axel Bergmann vermutete, dass entgegenkommende Autofahrer diejenigen Verkehrsteilnehmer warnten, die auf die Radarkontrolle zusteuerten. Erlaubt sind an der Stelle 50 Kilometer pro Stunde. Alle als zu schnell registrierten Autofahrer winkte Robert Krieger an der Einfahrt zum Parkplatz am "Dicken Heinrich" heraus. Dort wurden die Fahrer zum Einenüber die Gefahr an "Kilometer 1,0" belehrt. Außerdem wurde gleich eine komplette Fahrzeugkontrolle vorgenommen. Wer deutlich zu schnell war - wie die Sieben "im Klub über 60" zwischen 12 und 14 Uhr - erhielt einen Strafzettel und musste ein Verwarngeld zahlen. Insgesamt sprachen die Polizisten 19 mündliche Verwarnungen wegen Tempoüberschreitung aus. Zwölf Autofahrer müssen wegen zu schnellen Fahrens zahlen. Drei waren ohne Gurt unterwegs, und ein Fahrer hatte kein ordnungsgemäßes Kennzeichen am Wagen. Die Krönung im negativen Sinne für Bergmann: einer der "Erwischten" hat in der berüchtigten S-Kurve an Kilometer 1,0 mit dem Handy telefoniert - an einer Stelle, wo allein in diesem Jahr bereits sechs offiziell erfasste Unfälle passiert sind, die "Dunkelziffer" liegt deutlich im zweistelligen Bereich. Kopfschütteln bei den Beamten. Kreispressesprecher Klaus Heimann erklärte, dass die Kontrolle Resultat der ständigen Beratungen in der Unfallkommission des Landkreises gewesen ist. Man nehme das Problem sehr ernst. Deshalb dankte er den Polizeibeamten, dass diese kurzfristig nach zwei Unfällen im Mai die Schwerpunktkontrolle realisiert haben.



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