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Faurecia: Mehr als 1000 Mitarbeiter legen die Arbeit nieder / Reden vor der Fernsehkamera

"In diesem Jahr sind wir auch mal dran"

Stadthagen (sk). Im Unternehmen Faurecia sind am Montag mehr als 1000 Produktionsmitarbeiter in den Warnstreik getreten. Damit wollten sie ihrer Forderung nach einer Lohnerhöhung von 6,5 Prozent Nachdruck verleihen. Rund 100 Arbeitnehmer bezogen am Morgen vor dem Werkstor Posten, hörten Reden der Gewerkschaftsvertreter und gruppierten sich für Fernsehkameras.

veröffentlicht am 02.05.2007 um 00:00 Uhr

Für eine "satte" Lohnerhöhung: Faurecia-Mitarbeiter klappern und

Die Maschinen standen am Montag bei Faurecia still, nicht weil die Betriebsleitung zwischen Sonntag und dem Maifeiertag am Dienstag einen "Brückentag" vorgesehen hätte, sondern weil die IG Metall zum Streik aufgerufen hatte. Über die Resonanz freute sich der Stadthäger IG-Metallchef Uwe Christensen. Die im Fabrikgebäude verbliebenen Mitarbeiter könne man "in ein Auto packen." In der Nacht zum Sonntag endete die "Friedenspflicht" im Metall-Tarifkonflikt. Die Gewerkschaft konnte Aktionen starten. IG-Metall Bezirksleiter Hartmut Meine lobte die Stadthäger Faurecia-Belegschaft: "Ihr seit bundesweit die Ersten, die einen ganztägigen Warnstreik durchziehen. Damit machen wir Druck für unsere 6,5-Prozent-Forderung." In der laufenden Tarifauseinandersetzung in der Metallindustrie fordert die Gewerkschaft eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent, die Arbeitgeber bieten 2,5 Prozent. Dies ist Arbeitnehmern und Gewerkschaft viel zu wenig. Der Wirtschaft gehe es "verdammt gut", so Meine. Daran wollen und sollen "auch die Arbeitnehmer partizipieren", ergänzte Fred Hartmann, Vertrauenskörperleiter in der Gewerkschaft undstellvertretender Betriebsratsvorsitzender. Meine sprach den Streikenden Arbeitnehmer - einige hatten ihre Meinung bereits vor der NDR-Fernsehkamera geäußert - aus dem Herzen: "In diesem Jahr sind wir auch mal dran." Die Gewerkschafter ernteten für ihre deutlichen Worte Applaus und lautstarkes Trillerpfeifenkonzert. Nach den offiziellen Reden löste sich die Versammlung vor dem Werkstor auf.



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