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Kranz-Schützlinge unterliegen unglücklich SG Hemmingen/Rethen 2:4

In der Verlängerung endet der Traum des TSV Eintracht Bückeberge

Frauenfußball (pm). Gekämpft, gerackert und doch verloren - nach dem Aufstiegsspiel zur Bezirksoberliga flossen bei den Spielerinnen des TSV Eintracht Bückeberge sogar reichlich Tränen. Alles hatten sie in den 120 vorangegangenen Minuten gegen die SG Hemmingen/Rethen gegeben und waren doch mit der 2:4-Niederlage so bitter bestraft worden.

veröffentlicht am 05.06.2007 um 00:00 Uhr

Inka Schütt (r.) erzielte für den TSV Bückeberge den 1:1-Ausglei

Das Spiel war sehr umkämpft. Beide Mannschaften machten von Beginn an die Räume geschickt eng und gönnten sich keinen Raum zum Spielaufbau. Dennoch fand der TSV nach einer Viertelstunde besser ins Spiel und hatte durch Jana Stolte, Inka Schütt, Meike Hunte und Maxine Morast gute Einschussmöglichkeiten. Die Führunglag in der Luft - da stand nach einem Konter der SG plötzlich Lisa Franke frei an der Strafraumgrenze und zog sofort zum 1:0 ab. Der TSV schüttelte sich nur kurz, setzte sein Spiel fort und traf nur vier Minuten später durch Inka Schütts 18-Meter-Hammer zum 1:1. "Wir haben vor der Pause versäumt, eine Vorentscheidung zu erzielen", ärgert sich TSV-Trainer Uwe Kranz. Nach dem Wechsel hatte die SG mehr vom Spiel, die Eintracht hielt dagegen. Nach zwei Pfostenschüssen der Hemmingerinnen gelang dem TSV ein glänzender Spielzug über Kathrin Mathiesen auf Maxine Morast, die die von den zahlreichen Fans bejubelte 2:1-Führung erzielte (72.). Eine unaufmerksame Aktion der TSV-Abwehr reichte der SG für den Ausgleich. Nach einer Ecke prallte der Ball zu Melanie Nebot, die mit ihrem Schuss die Lücke durch den stark bevölkerten Strafraum ins TSV-Tor fand - 2:2 (76.). Beide Teams suchten die Entscheidung.Noch in der letzten Minute strich eine Schütt-Ecke durch den SG-Strafraum an Freund und Feind vorbei - es kam zur Verlängerung. Wie beide Teams so hatte offenbar auch die Schiedsrichterin in den spannenden 90 Minuten Substanz gelassen. "Sie hat auf beiden Seiten unverständliche Entscheidungen getroffen", urteilte SG-Trainer Jürgen Degmayr. Der Schubser von Torschützin Jessica Kussler gegen Mathiesen vor dem Treffer zum 3:2 (95.) war dabei noch diskussionswürdig, nicht mehr aber der fällige Platzverweis gegen Nebot drei Minuten später. "Für dieses Einsteigen hätte es eine Rote Karte geben müssen", räumte auch Degmayr ein. Doch selbst eine Verwarnung blieb aus, und auch für Kusslers Tätlichkeit gegen Mathiesen (103.) gab es nur Gelb für beide Beteiligten. Kussler blieb auf dem Feld, konnte einen Konter gegen die nun weit aufgerückte TSV-Abwehr fahren und zum 4:2 einschießen (110.). Erst in der 120. Minute sah die Torschützin für ein weiteres Foul Gelb-Rot. Da hatte die Eintracht aber bereits ihr Pulver inklusive der beiden Chancen für die starke Sabrina Pelzer verschossen. Die TSV-Spielerinnen ließen sich trotz aller Enttäuschung nach dem Spiel von ihren Fans feiern. "Das haben sie sich verdient, für eine tolle Leistung und als wirklich bemerkenswertes Team", urteilte Trainer Kranz. TSV: Braun, Pelzer, Klement, Nahrhold, Stockhorst, Mathiesen, L. Syla (79. Kasseck), Schütt, Morast, Hunte (76. A. Syla), Stolte (46. Gräbe).



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