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Vor Gericht: Zoff mit Ehefrau und Polizei / "Platzverweis" missachtet / Geldstrafe für Widerstand unter Alkohol

In der Küche greift der Polizeibeamte zu den Handschellen

Rinteln (maf). Nach einer nächtlichen Rangelei mit zwei Polizisten ist ein 22-jähriger Arbeitsloser wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt worden.

veröffentlicht am 11.09.2007 um 00:00 Uhr

Der alkoholisierte Mann hatte sich zunächst mit seiner Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung gestritten und sich dann massiv gegen einen polizeilichen Platzverweis gewehrt. Im Juni vorigen Jahres wurden zwei Beamte zu einem Familienstreit in die Brennerstraße gerufen. Vor Ort erklärte eine Polizistin dem aggressiven Mann, er müsse dieWohnung nun verlassen. Der Angeklagte wollte dem Platzverweis jedoch nicht nachkommen und griff nach einem Koffer, der sich auf einem Schrank befand. Plötzlich rief die Ehefrau: "Da ist eine Waffe drin!" Ein Polizist drängte daraufhin den Arbeitslosen mit seinem Schlagstock gegen die Küchenzeile, ehe es zu einer Rangelei auf dem Boden kam. Im Nebenraum konnten dem 22-Jährigen schließlich Handschellen angelegt werden. Kaum war er aber wieder auf den Beinen, versuchte er sich erneut zu entziehen. Die Beamten riefen dann ihre Bückeburger Kollegen zu Hilfe, weil sie den jungen Mann zu zweit nicht in den Streifenwagen bekamen. Er musste mit zur Wache, wo ihm in der Zelle eine Blutprobe entnommen wurde (1,1 Promille). Inzwischen ist er von seiner Frau geschieden und nach Ostwestfalen umgezogen. Mit seinem Urteil entsprach Amtsrichter Christian Rost dem Antrag von Anklagevertreter Günter Wilkening.



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