weather-image
18°
Behindertenbeirat will sich für baldige Umsetzung des Gleichstellungsgesetzes auch in Rinteln einsetzen

In der Gastronomie fehlen behindertengerechte Räume

Rinteln (rd). Auch in diesem Jahr gibt der Behindertenbeirat den in Rinteln bestehenden Behindertenverbänden und Selbsthilfegruppen Gelegenheit, in einer der monatlichen Beiratssitzungen ihre Arbeit vorzustellen. Das erste Treffen hat mit der Restless-Legs-Syndrom-Gruppe bereits am gestrigen Dienstag stattgefunden.

veröffentlicht am 13.02.2008 um 00:00 Uhr

Beiratsvorsitzender Manfred Pollmann: "Auf diese Weise lernt man sich nicht nur kennen, die Beiratsmitglieder bekommen auch einen Eindruck davon, welche Probleme es gibt und wo der Schuh drückt." Im Beirat wird überlegt, in diesem Jahr einmal Vertreter aller Verbände zu einem gemeinsamen Informations- und Erfahrungsaustausch einladen, wenn Interesse an einem solchen Forum besteht. Die Mitglieder des Behindertenbeirats stehen außerdem Rat und Verwaltung in Sachfragen zur Seite. In drei Ausschüssen (Bau-, Sozial- und Schulausschuss) arbeitet je ein Mitglied beratend mit und kann sich zu Wort melden, wenn Belange der Menschen mit Behinderungen berührt sind. Seit dem 1. Januar ist das Niedersächsische Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in Kraft. Dieses Gesetz soll für die betroffenen Menschen Verbesserungen mit sich bringen und verpflichtet die Behörden zur Herstellung von Barrierefreiheit nicht nur bei Baumaßnahmen. Auf Sehbehinderte und Blinde soll bei der Gestaltung von Bescheiden und Vordrucken ebenso eingegangen werden wie auf Gehörlose, für die im Einzelfall ein Gebärdensprachdolmetscher eingesetzt werden muss, damit sie ihre Rechte vertreten können. Der Beirat, betonte Pollmann in seiner Pressemitteilung, werde sich dafür einsetzen, dass das Gesetz auch in Rinteln Schritt für Schritt umgesetzt wird. Im vergangenen Jahr beteiligte sich der Behindertenbeirat unter anderem an der Gesundheits- und Pflegemesse. Der Beirat befasste sich mit der Verteilung der Behindertenparkplätze im Stadtgebiet ebenso wie mit barrierefreiem Tourismus. Pollmann: "Hier bleibt auch künftig noch viel zu tun, denn Gastronomie und Hotellerie müssen davon überzeugt werden, dass behindertengerechte Räume nicht nur den Qualitätsstandard für Menschen mit Behinderung verbessern, sondern gleichzeitig allen älteren Menschen entgegenkommen." Kontakt: Weitere Informationen bei Manfred Pollmann, (05751) 5058.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare