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Traumziele kaum erschwinglich / Frühbucherrabatte helfen sparen / Auch im Inland hohe Kosten

In den Schulferien ist immer Hochsaison: Für Familien bleibt der Urlaubsspaß teuer

Hameln-Pyrmont (phi). Sonne, Palmen, smaragdgrünes Meer und strahlend weißer Strand so weit das Auge reicht – ein Traum von Urlaub. Für die meisten Familien allerdings wird er wohl ein Traum bleiben, denn die Sehnsucht nach fernen Urlaubsparadiesen muss schließlich bezahlt werden können. Die Kosten für eine zweiwöchige Reise ins exotische Bali belaufen sich bei einer vierköpfigen Familie auf rund 8000 Euro, da wird dem deutschen Durchschnittsverdiener wohl flau im Magen.

veröffentlicht am 15.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Ferien

Hameln-Pyrmont (phi). Sonne, Palmen, smaragdgrünes Meer und strahlend weißer Strand so weit das Auge reicht – ein Traum von Urlaub. Für die meisten Familien allerdings wird er wohl ein Traum bleiben, denn die Sehnsucht nach fernen Urlaubsparadiesen muss schließlich bezahlt werden können. Die Kosten für eine zweiwöchige Reise ins exotische Bali belaufen sich bei einer vierköpfigen Familie auf rund 8000 Euro, da wird dem deutschen Durchschnittsverdiener wohl flau im Magen. „Fernreisen werden im Regelfall nicht von Familien gebucht“, weiß Gerald Schridde vom First Reisebüro in Hameln, „beliebte Auslandsziele für das klassische Ehepaar mit zwei Kindern sind Mallorca und das spanische Festland sowie die Türkei, Griechenland und die kanarischen Inseln.“

Viele sparen das ganze Jahr über für die Reise

Nutzt die reisewillige Familie Frühbucherrabatte, muss sie für einen zweiwöchigen Hochsaison-Aufenthalt etwa in der Türkei mindestens knapp 3000 Euro aufbringen. Hierfür gibt es ein „Rundum-Sorglospaket“: Flug und Vier-Sterne-Hotel, „All-inclusive-Verpflegung“ sowie Animationsangebote sind im Preis inbegriffen. Immer noch ein ordentlicher Betrag für eine Familie, aber viele Hamelner, so Schridde, sind zahlungswillig. Immerhin seien die Preise in den vergangenen Jahren konstant geblieben. Entgegen allen Annahmen verzeichnet sein Reisebüro auch keine nennenswerten Einbrüche in Zeiten der Finanzkrise. Wie eine durchschnittliche, auf die teuren Schulferien angewiesene Familie den auch nicht gerade billigen Türkei-Urlaub erschwinglich macht? Schridde: „Die meisten unser Kunden, die mit ihrer Familie den Urlaub in den klassischen Zielen anpeilen, legen das gesamte Jahr Geld dafür zurück.“

Wer glaubt, er sei mit der Nord- oder Ostseeferienwohnung finanziell besser bedient, „dem wird schnell klar“, so Reiner Wottke vom Reisebüro Hameln, „dass sich die Kosten für die Unterkunft, Anreise, Verpflegung, Kurtaxe und so weiter summieren und der Kunde hier in der Regel nicht wirklich günstiger wegkommt“.

„Allerdings“, so Schridde, „sind die Kunden gerade im Moment zögerlicher in ihren Entscheidungen geworden.“ Aufgrund der Berichte von Kurzarbeit und Entlassungen überlegen sich viele Menschen sehr genau, wann und wofür sie ihr Geld ausgeben. „Das wird wahrscheinlich dazu führen, dass zum Beispiel weniger Maschinen nach Mallorca eingesetzt werden, wenn sich abzeichnet, dass es weniger Buchungen gibt.“ Eine Folge daraus könne sein, dass es dann auch weniger Last-Minute-Angebote für Schnäppchenjäger gäbe, die gern spontan auf den letzten Drücker verreisen. Sie wird dies betrüben, waren doch die letzten Angebote am Flughafen auch bislang immer die günstigsten und qualitativ trotzdem erste Güte.

Langfristige Planung kann sich auszahlen

Getreu dem Motto „Wer hat, der hat“ macht es im Bereich der Familienreise da schon mehr Sinn, langfristig zu planen. Das hat dann nicht nur den Vorteil, dass mit den Kollegen im Büro der Urlaub in Ruhe abgesprochen werden kann, auch Frühbucherrabatte und langfristige Reservierung sichern den günstigen Urlaub besonders im Herbst, wenn das Wetter in Deutschland wenig einladend ist. „Die Reisen für diese graue Jahreszeit werden bereits im Oktober oder November des Vorjahres gebucht“, erzählt Schridde. So ist die Pauschalreise im Herbst auch nichts für Kurzentschlossene.

Wem das alles zu teuer, zu langfristig oder gar zu wenig individuell erscheint, dem stehen die Jugendherbergen offen. Hier kann nämlich nicht nur die Jugend rustikale Unterbringung finden, auch Familien sind dort gern gesehen. Modernisierte oder ganz neue Herbergen bieten Familienzimmer mit Dusche und WC. In manchen Fällen gibt es sogar Zwei-Zimmer-Appartments mit Küchenzeile. Wirklich „billig“ ist aber auch der Herbergsurlaub nicht. Voraussetzung für eine Buchung ist die Mitgliedschaft im Jugendherbergswerk für 21 Euro im Jahr pro Familie.

Wer nicht verreisen kann oder will, dem stehen im Weserbergland viele Möglichkeiten für Tagesausflüge offen. Es muss ja nicht unbedingt Bali sein: Schließlich gibt es auch dort eine Regenzeit und die liegt mitunter sogar in den deutschen Herbstferien.



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