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Stiftung nimmt sich die Arbeits- und Gästezimmer vor / Jetzt auch Gesundheitsvorsorge in der Satzung

In Bad Eilsens Waldhof wird wieder gewerkelt

Bad Eilsen/Würzburg (tw). In die Sanierung des "Waldhof" kommt - erneut - Bewegung: "Noch 2007 werden wir im Parterre mit dem Herrichten der Arbeits- und Gästezimmer, des Büros sowie einer Wohnung beginnen, die später vermutlich der Projektleiter nutzen wird", berichtet Herbert Peifer, Geschäftsführer der "Begegnungsstätte Stiftung Waldhof gGmbH", die seit 1999 Eigentümerin des Objekts an der Harrlallee und seit 2002 als gemeinnützig anerkannt ist.

veröffentlicht am 09.01.2007 um 00:00 Uhr

Schon jetzt eine Stätte der Begegnung: der in Teilen renovierte

In etwa zwei Jahren, so der Wuppertaler Grundschulrektor, der vergangene Woche in Bad Eilsen weilte, soll der Waldhof komplett saniert sein. Will die Stiftung rund zwei Millionen Euro in das frühere Hotel, das noch früher als Augenklinik gedient hatte, investiert haben. Derzeit wird intensiv am Erstellen der Nutzungs-, Finanz- und Baupläne gearbeitet. Derweil haben die (Alt-)Gesellschafter der Stiftung Waldhof GmbH ihre Anteile sechs gemeinnützigen Organisationen geschenkt, unter denen auch die "Foundation for Subjective Experiments und Resarch" (S.E.R.) mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Professor Dr. Stanislaus von Korn ist. "Damit hat sich der Kreis derer, die Verantwortung für den Waldhof tragen, erweitert", sagt Peifer. Hintergrund: Die 1996 in Würzburg von 60 Stiftern als politisch neutrale und überkonfessionelle Organisation gegründete S.E.R. fördert weltweit Projekte im Bereich Kinder& Jugend, Kultur, Völkerverständigung und Religion; im Jahr 2003 wurde sie als Nichtregierungsorganisation (NGO) mit Beraterstatus in die UNO aufgenommen. Bereits im Sommer 2006 hat die Gesellschafterversammlung den Gegenstand des Unternehmens Waldhof neu definiert: "Neu", so Peifer, "ist, dass wir uns in Bad Eilsen jetzt auch die ,Förderung der komplementären Gesundheitsfürsorge und -pflege' auf die Fahne geschrieben haben". Im Gesellschaftervertrag gestrichen worden sei dagegen die Förderung der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Kunst. "An dem Bestreben, das Baudenkmal Waldhof wiederherzustellen und zu erhalten, hat sichdagegen nichts geändert", betont der Geschäftsführer. Tatsächlich ist, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, gerade in Sachen Sanierung in den letzten Jahren einiges geschehen: "Die Zufahrt, die Terrasse und der Seminarraum sind fertig und offiziell abgenommen worden", berichtet Peifer. Die Baukosten in Höhe von 150 000 Euro seienüber Spenden finanziert worden. Der Seminarraum werde bereits genutzt respektive an Stiftungen vermietet. So wollen sich Mitglieder der S.E.R. zwischen dem 22. und 30. April im Rahmen der mittlerweile dritten länderübergreifenden "Woche der Versöhnung" zu einer Tagung im Waldhof treffen. Dass das Objekt, das der Stadthäger Adolf Münnichov im Jahr 1998 für 460 000 Mark ersteigert und im Jahr darauf an die S.E.R.-Gemeinschaftsstiftung verkauft hat, noch immer nicht zu Ende saniert ist, hat laut Peifer folgenden Grund: "Wir sind bei den Arbeiten am und im Haus bislang ausschließlich auf Spenden und Privatdarlehen angewiesen. Einen Investor gibt es nicht." Unterdessen halte das "Waldhofteam" Haus und Garten in Ordnung. "Jeder Handgriff vor Ort", sagt der Geschäftsführer, "ist eine große Hilfe. Dazu gehören Rasen mähen, Ästen und Kieferzapfen aufsammeln, Hecken schneiden, Unkraut jäten, die neue Einfahrt fegen und dergleichen mehr." Ein weiterer Betätigungsbereich sei das Entwickeln des Veranstaltungsprogramms für die Begegnungsstätte sowie dieKontaktaufnahme zu Gemeindeverwaltungen, Kirchen, Vereinen und Altenheimen in der Region.



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