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Ju-Jutsu-Sportler der TSG Emmerthal und vom Budocenter erwarben Gurte / Gerrit Unruh und Olaf Beckmann trainieren für Schwarzgurt

In Abwehren durch Nachgeben besteht ihre Kampfkunst

Hameln (rhs). Getrennt trainieren – gemeinsam einen „höheren“ Gürtel erwerben – das ist die Philosophie der Ju-Jutsu-Kämpfer des Budo-Sportcenters Hameln und der TSG Emmerthal.

veröffentlicht am 15.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 20:21 Uhr

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„Wir haben mit Gerrit Unruh und Olaf Beckmann zwei erfahrene Träger von Braun-gurten als Trainer an die Emmer delegiert, um der jungen TSG-Sparte neue Impulse zu geben“, sagt Jürgen Bauers, Träger des „höchsten“ Schwarzgurtes in Hameln und örtlicher Chef des aus Japan stammenden Selbstverteidigungssystems. Ju-Jutsu wurde von Samurai praktiziert, um bei einem Verlust oder Verbot der Hauptwaffen waffenlos weiterkämpfen zu können.

Ziel des Ju-Jutsu ist es, einen Angreifer möglichst effizient unschädlich zu machen. Dies kann durch Schlag-, Tritt-, Stoß-, Wurf-, Hebel- und Würgetechniken geschehen, indem der Angreifer kampfunfähig gemacht wird. Dabei soll beim Ju-Jutsu nicht Kraft gegen Kraft aufgewendet werden, sondern – nach dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ – so viel wie möglich die Kraft des Angreifers gegen ihn selbst verwendet werden. Jetzt standen die jungen Kämpfer beider Vereine in der Sporthalle des Adalbert-Stifters-Wegs auf der Matte, mussten vor den Augen der Prüfer die sanfte Kunst des waffenlosen Zweikampfes demonstrieren. „Dario Brümmer, Fabian Sievers, Malte Bartsch und Keno Klocke hatten auf alle Angriffe die richtige Verteidigungstechnik parat“, unterstrich Abnehmer und Schwarzgurt Helmut Schrader, als er ihnen die Urkunde zum Gelb-Gurt verlieh. Jürgen Bauers war es vorbehalten, die etwas älteren Jahrgänge unter die Lupe zu nehmen, um ihnen nach bestandener Prüfung ebenfalls den Gelbgurt zuzusprechen. Dazu gehörten neben Pascal Leon Fischer und Rene Gläser (beide BSC) auch Tabea Schwekendiek, David Scheler, Jonas Kleinsorge, Jannika Bock, Leon und Chantale Franz, Lukas-Maximilian Maul, Daria Bredemeier und Lukas Mazza. Weil die TSG-Sparte bisher nicht dem Deutschen Ju Jutsu-Verband angehörte, mussten zwei Kämpfer ihren bisher erworbenen Grüngurt legalisieren sprich „überprüfen“ lassen. Sowohl Jörg Mogalla (42) wie auch Matthias Wilke (14) schafften dieses ohne Mühe.

Ein großes Ziel haben auch Gerrit Unruh und Olaf Beckmann vor Augen. Die beiden Träger von Braungurten bewerben sich im Herbst in Braunschweig um den Schwarzgurt. „Wir fühlen uns für diese Meisterprüfung fit“, ließen beide am Rande der Prüfung durchblicken.

Gegner abgewehrt und höheren Gürtel erworben: Die Ju-Jutsu-Kämpfer des Hamelner Budosportcenters und der TSG Emmerthal.

Foto: rhs

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