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Fastflitzer beim Kristallmarathon in Thüringer Bergwerk

In 500 Meter Tiefe

Die beiden Fastflitzer von den Sportfreunden Osterwald, Timo Hedderich und Eike Dempewolf, haben im westlichen Thüringen am Kristallmarathon teilgenommen.

veröffentlicht am 08.03.2018 um 00:00 Uhr

OSTERWALD. Im Erlebnisbergwerk Merkers nahe Bad Salzungen findet der Lauf in 500 Meter Tiefe statt, zum zwölften Mal mit knapp 800 Teilnehmern.

Im Kaliwerk Merkers im Werra-Fulda-Kalirevier wurden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs große Teile der Gold- und Devisenbestände der Deutschen Reichsbank und Kunstschätze eingelagert. Das Bergwerk selbst weist ein Wegenetz von etwa 4600 km auf und ist umfangreicher als das der Großstadt Hamburg. Aus sicherheitstechnischen und logistischen Gründen findet der Lauf nur auf einem Bruchteil dessen, nämlich auf einem 3,25 km langen Rundkurs mit einigen knackigen Steigungen, statt. Auf der Marathondistanz mit 13 Runden kommen so immerhin 750 Höhenmeter bergauf zusammen.

Ein Förderkorb bringt die Läufer, begleitet von erfahrenen Bergleuten, in nur 90 Sekunden bis auf die zweite Sohle in eine Tiefe von über 500 Metern. Dort angekommen, steigen die Läufer, die zur Sicherheit allesamt Fahrradhelme und Stirnlampen tragen müssen, auf speziell umfunktionierte Pritschenwagen um, die sie in rasanter Fahrt durch dunkle Stollen zum Großbunker bringen. Bis zur Stilllegung des Bergwerks im Jahre 1991 wurden hier 50 000 Tonnen Rohsalz zwischengelagert, heute dient die Halle als Konzertsaal mit einer außerordentlich guten Akustik. Das ständige Auf- und Ab machte es für die Läufer schwer, den richtigen Laufrhythmus zu finden. Außerdem sorgt die warmtrockene Umgebung und weniger als 30 Prozent Luftfeuchtigkeit sowie der Salzstaub für Durst bei den Sportlern. Hedderich und Dempewolf nutzen im Vorbeilaufen jede Getränkestation.PR



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