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Wolfgang Bolte ist jetzt "Ehren-Ortsbrandmeister" / 1964 in Bernsen als Aktiver in die Wehr eingetreten

In 44 Jahren weit mehr als nur seine Pflicht getan

Obernkirchen (rnk). Natürlich gab es im Ortskommando keine Einwände, aber das Prozedere ist eben vorgeschrieben: Erst die Feuerwehr, dann der Stadtrat müssen gefragt werden, ehe innerhalb der Wehr eine Ehrenbezeichnung verliehen werden kann. Und kein Blaurock, waren sich Rat und Wehr einig, habe sie so verdient wie Wolfgang Bolte, der sich jetzt "Ehren-Ortsbrandmeister" nennen darf.

veröffentlicht am 02.09.2008 um 00:00 Uhr

Wolfgang Bolte.

Ein Titel, der nur verliehen wird, wenn sich ein Mitglied um die Wehr "besonders verdient" gemacht habe, erinnerte Oliver Schäfer in seiner Laudatio. Doch bei Bolte, so meinte der Bürgermeister, sei es viel mehr: "Jeder Wasserhahn, jede Leitung trägt seinen Namen" zitierte Schäfer eine Überschrift aus unserer Zeitung, um die Verdienste des Obernkircheners anschaulich zu verdeutlichen: "Denn sein Name und sein Einsatz sind mit der Entwicklung unserer örtlichen Feuerwehr untrennbar verbunden", führte Schäfer aus. 14 Jahre leitete Bolte die Ortsfeuerwehr, doch seine Verdienste reichen deutlich weiter zurück: Nach acht Jahren im Auetal, in Bernsen, ließ Bolte weitere 35 Jahren im blauen Ehrenrock in der Bergstadt folgen. Seine aktive Feuerwehrlaufbahn begann 1964 in der Bernser Wehr. 1972 wechselte Bolte in den aktiven Dienst der Feuerwehr Obernkirchen. Neben dem aktiven Dienst übernahm er zwei Jahre später die Leitung der Jugendfeuerwehr, die er bis 1989 führte. Daneben war Bolte von 1975 bis 1991 Stadtjugendfeuerwehrwart, bevor er zum Ortsbrandmeister gewählt wurde. Dass der Rücktritt als Ortsbrandmeister aber nicht den endgültigen Schluss als aktiver Feuerwehrmann darstelle, das, meinte Schäfer, "wissen wir alle". Schließlich leitet Bolte noch die Werksfeuerwehr bei Ardagh, eine äußerst verantwortungsvolle Aufgabe in der Glasfabrik, so der Bürgermeister. Und alsWerksbrandmeister sitze er weiterhin im Stadtkommando und arbeite in dieser leitenden Funktion weiter mit daran, dass Leben und Eigentum so sicher wie möglich behütet werden. Bei den Meilensteinen, die Bolte bis 2007 begleitet hat, erinnerte Schäfer an die zahlreichen Zeltlager, die Bolte mit seiner Ehefrau organisiert habe, an das 100-jährige Jubiläum der Feuerwehr, an den Umzug der Wehr in den ehemaligen Baubetriebshof, und an den Aufbau der Partnerschaft mit der Feuerwehr La Flèche. Bolte habe großen Anteil daran, dass die Wehrmitglieder beider Städte seit Jahre ein gutes Verhältnis hätten, das durch gegenseitige Besuche gestärkt werde. Bedauerlich fand Schäfer nur, dass mit der Ehrenbezeichnung keine weiteren Rechte verbunden seien. Der Stadt bleibe daher nur der Dank für die lange, gute Arbeit. Den Glückwünschen schloss sich auch Stadtbrandmeister Rolf Schaper an, der sich dafür bedankte, "dass du in der Praxis die Sache immer angepackt hast". Bolte sei stets verlässlich gewesen. Er habe, so meinte Wolfgang Bolte in seiner kurzen Danksagung, "die Jahre gerne geopfert".

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