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Sorge vor Nebenwirkungen

Impfstoff wirklich sicher?

Zu: „Impfstoff gegen Corona“, vom 10. November
Nun ist er also da, der Impfstoff, der uns die Pandemie vom Halse schaffen soll. Zwar noch nicht zugelassen, aber bereits millionenfach geordert. Die Novellierung des Infektionsschutzgesetzes macht die so genannte „fast.track“ = Schnellzulassung eines neuen Impfstoffes möglich.

veröffentlicht am 29.11.2020 um 21:08 Uhr

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Wenn aber Millionen von Menschen sofort diese Impfung bekommen sollen, stellen sich viele Fragen: Seit Jahren wird vergeblich versucht, einen Impfstoff gegen Coronaviren (Sars, Mers) herzustellen. Im Tierversuch traten erhebliche Lungenschäden auf. Der jetzt hergestellte CoV2-Impfstoff wird nach einem neuartigen Verfahren hergestellt (m-RNA-Impfstoff), das dem von Shingrix, einem Impfstoff gegen Gürtelrose ähnelt. Bei diesem häufen sich 3 Jahre nach Zulassung heftige Nebenwirkungen, die das Paul Ehrlich Institut für Impfsicherheit zu einer Überprüfung veranlasst haben. Auch in anderen Fällen haben sich Nebenwirkungen erst zu einem späteren Zeitpunkt herausgestellt. Beispiel: über 500 Fälle von Schlafepilepsie nach breiter Anwendung des Impfstoffes Pandemrix gegen die Schweinegrippe in Schweden. Für den neuen Impfstoff gegen Covid19 wird die Wirksamkeit anhand der dadurch hervorgerufenen Antikörper bestimmt. Aber wir wissen doch schon, dass deren Nachweis bei durchgemachter Coronaerkrankung nicht sicher auf eine Immunität schließen lässt, denn es häufen sich die Berichte von Zweitinfektionen. Wird dieser Impfstoff also schützen? Was ist mit Neumutationen des Virus, wie sie derzeit in Dänemark und anderswo beobachtet werden? Wie sieht es aus mit Wirksamkeit und Verträglichkeit bei alten Menschen und bei Kindern, deren Immunsysteme bekanntermaßen anders reagieren? Für letztere ist oft eine andere Dosierung erforderlich. Auch ist unklar, ob geimpfte Menschen, wenn sie nicht selbst erkranken, trotzdem das Virus auf andere übertragen können, wie es bei der Polio- und der Keuchhustenimpfung der Fall ist. Potentielle Risiken des Coronaimpfstoffes sind derzeit noch nicht in ausreichendem Maße vorhersehbar, das heißt, es ist eine gründliche und längerfristige Beobachtung erforderlich. Der Wunsch nach einem Ende der „Coronazeit“ (und vielleicht bei den Herstellern, bei denen von einem Wettlauf die Rede war, nach einem Riesengeschäft?) darf nicht zu mangelnder Sorgfalt führen. Erst wenn der neue Impfstoff all diese Voraussetzungen erfüllt, sollte über dessen massenhaften Einsatz gesprochen werden. Fazit: Fragen über Fragen, die meines Erachtens eine massenhafte Coronaimpfung zum jetzigen Zeitpunkt nicht rechtfertigen. Eine so eilig zugelassene Impfung darf nicht als einziger Ausweg aus der Pandemie gelten und schon gar nicht zur Voraussetzung der Gewährung von Grundrechten gemacht werden.



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