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Eule und Fledermaus mit der Spritze durchgefüttert / Heute zur Wildtierstation

Im Zweifel die Profis anrufen

Lindhorst/Sachsenhagen (gus). Wer heutzutage im Schaumburger Nordkreis ein verletztes Tier findet, der wendet sich in aller Regel an die Wildtierstation Sachsenhagen. Doch wie war das eigentlich, als es die Auffangstation dort noch gar nicht gab?

veröffentlicht am 30.03.2012 um 16:56 Uhr
aktualisiert am 30.03.2012 um 19:09 Uhr

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Beim Renovieren sind die Lindhorster Nabu-Mitglieder Angelika und Dieter Wagner auf ein altes Fotoalbum mit Bildern einer Fledermaus gestoßen, die ihnen vor etlichen Jahren in Obhut gegeben worden war. Ein Lindhorster hatte das reglose Tier in Stadthagen aufgelesen.

In einer Apotheke besorgten sich die Wagners eine Spritze, mit der sie dem Tier Wasser einflößten. Das hatte zuvor bereits einmal eine ebenfalls leblos darniederliegende Schleiereule wieder auf die Beine gebracht. Und siehe da, nach einem Tag der Pflege flatterte die Fledermaus fort.

Die Wagners kennen sich aus mit Tieren. Und dennoch würden sie heutzutage keine derartigen Selbstversuche mehr unternehmen, obschon diese einst erfolgreich waren. „Jetzt würden wir uns an die Wildtierstation wenden“, so Angelika Wagner. Und damit spricht sie deren Leiter, Florian Brandes, aus der Seele. Dieser rät dazu, in der Station anzurufen, wenn es um ein scheinbar in Not geratenes Tier geht. Am Telefon lasse sich oft schon klären, ob es sich um einen Ernstfall handelt oder nicht. Häufig würden Tiere eingesammelt, die dies gar nicht nötig haben.



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