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Neue Geschäfte in der Fußgängerzone und am Markt zeugen von viel Dynamik am Rintelner Markt

Im Zentrum werden die Karten neu gemischt

Rinteln (ur). Wann immer in der Rintelner Innenstadt ein Geschäft schließt und im Schaufenster nicht sofort eine Hinweistafel zur Nachfolgeregelung aufgestellt wird, beschwören Pessimisten die Verödung der Stadt und das Aus für den Einzelhandel.

veröffentlicht am 07.06.2006 um 00:00 Uhr

Dabei wissen Kenner der Marktlage längst, dass im Gegensatz zu einigen Kommunen in der Nachbarschaft im Citybereich kaum reale Leerstände zu finden sind: "Es ist ein ganz natürlicher Ausdruck von Dynamik, wenn es Veränderungen in Sortiment und Angebotsprofil gibt. Sorgen müsste man sich machen, wenn alles nur stagniert!" erklärt dazu Stefan Reineking als Vorsitzender von "Pro Rinteln". Zur Untermauerung dieser Aussage weist Reineking auf etliche Neueröffnungen hin: "Auch wenn sich alteingesessene Unternehmen wie etwa Optiker Bertram und Juwelier Demirel jetzt mit ihren Ladenlokalen am Markt konzentrieren, dabei viel Geld in die Hand nehmen und dafür in aufwändige Umbauten und Einrichtungen investieren, ist das für mich ein Beleg dafür, dass sie Vertrauen in die Zukunft des Standorts haben." Ein positives Signal sei auch, wenn ein ein gut eingeführtes Fachgeschäft wie die "Spielzeuginsel" am Markt die Angebotspalette erweitere und mit einem auf Kreativ- und Bastelarbeiten spezialisierten Sortiment im ehemaligen Modeladen "La Vogue" einzieht. Da die Ladengestaltung dort zügiger als erwartet abgeschlossen wurde, konnte Silvia Breuer das Geschäft bereits am Donnerstag unter dem Namen "Kreativ-Insel" eröffnen. Nicht unberechtigt ist wohl auch die Hoffnung, dass sich der bundesweit vertretene Textil-Discounter NKD mit seinem auf die ganze Familie orientiertem Programm zum "Frequenzbringer" für das südliche Ende der Fußgängerzone entwickeln könnte und dessen Eröffnung am 12. Juni auch eine weitere Belebung für den benachbarten Einzelhandel stimulieren wird - erwartet man jedenfalls beim Marketingverein. Nachdem der Sonderpostenmarkt Teufel seinen Rintelner Vorposten in der Klosterstraße aufgegeben hat, wurden die Räume von den Hauseigentümern zwischenzeitlich umfassend renoviert, um die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vermarktung der Immobilie zu schaffen. Derzeit sind die Handwerker damit beschäftigt, die Inneneinrichtung voll und ganz auf die konkreten Bedürfnisse und das Konzept des Fashion-Anbieters abzustimmen. Auch der bevorstehende Start des ganz programmatisch als "Mäc Geiz" firmierenden Unternehmens in den ehemaligen Räumen des Elektrohauses Eckel wird mit Spannung erwartet. Interesse finden solche Konzepte beim preisbewussten Publikum sicher allemal - und eventuelleÜberkapazitäten in diesem Segment reguliert der Markt über kurz oder lang sowieso.

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