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Aktuelle Themen werden im Forum bei Wesio diskutiert, auch über die Sparmaßnahmen der Verwaltung

Im Wesioforum schließt Schünemann illegale Wettbüros

Hameln (kv). „Ich lese gerade auf unterschiedlichen Webseiten, dass unser Innenminister Uwe Schünemann dabei ist, landauf, landab Wettbüros zu schließen. Begründung: Nur der Staat darf Sportwetten abschließen, er hat somit ein Monopol darauf. Der deutsche Lotto- und Totoblock gehört dem Staat. Er bietet mit Oddset Sportwetten an. Oddset ist also legal. Es gibt einige wenige Ausnahmen. So haben die Buchmacher auf Pferderennbahnen wie die in Hannover-Langenhagen eine Lizenz. Eine Sonder-Genehmigung haben auch ein paar Buchmacher für Pferdewetten.

veröffentlicht am 28.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 13:21 Uhr

Nur einer kann gewinnen. An den Totalisatoren können mehr gewinn

Für die Angestellten und Betreiber in den Wettbüros dürfte das in vielen Fällen die Arbeitslosigkeit bedeuten, wenn der Betreiber nicht neben den Wettmöglichkeiten noch eine erfolgreiche Gastronomie betrieben hat. Die Spielsüchtigen werden sich ärgern. Viele von ihnen tauchen nun wohl endgültig in die einschlägigen Seiten im Internet ab.

Worauf hat der Minister gewartet?

Allerdings, wenn diese Betriebe illegal waren und sind, weshalb hat es so lange gedauert, bis der Innenminister aktiv geworden ist? Wenn die Sportwetten in diesen Büros die Spielsucht fördern, weshalb fördert dann Oddset nicht die Spielsucht?

Und was geschieht mit den Wettbüros in Hameln? War da auch schon der Innenminister, oder kommt er noch?“

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Der Wesionär Bergengrün zitiert im Folgenden eine Presseerklärung des Ministeriums: „Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann hat eine härtere Gangart gegen illegale Sportwettenanbieter vorgestellt. Im Gebiet der Stadt Hannover fanden in der vergangenen Woche erste Versiegelungen von Geräten in Sportwettlokalen nach Polizeirecht statt. In den 31 bekannten Wettlokalen wurden durch die Glücksspielaufsicht im Innenministerium möglichst viele dieser Betriebsstätten beziehungsweise die dort vorhanden Computer, Lesegeräte und Spezialdrucker für Wettscheine nach dem Polizeirecht versiegelt. Dies war bereits vorher in sechs Fällen in der Region Hannover erfolgreich erprobt worden. „Der Vollzug gegen illegale Angebote wird noch weiter konkretisiert und intensiviert. Mit Sicherstellungen und konkreten Zwangsschließungen der Wettlokale soll die konkrete Wirkung der Maßnahmen vor Ort gegen Illegale verbessert werden. Dabei geht es darum, nicht allein gegen einzelne Personen, sondern auch gegen das im Wettlokal stattfindende gesetzeswidrige Angebot vorzugehen. Untersagungen und Zwangsgelder gegen die Vermittler und Veranstalter werden weiterhin ausgesprochen“, sagte Innenminister Uwe Schünemann am Montag in Hannover.

In Niedersachsen sind seit 2003 etwa 600 illegale Sportwettlokale bekannt geworden. Von diesen wurden 330 dauerhaft geschlossen. Zurzeit werden aber noch etwa 270 landesweit betrieben. Obwohl die Glücksspielaufsicht im Regelfall bereits gegen mehrere Betreiber vorgegangen ist, finden sich offensichtlich schnell neue Betreiber im selben Lokal. Dennoch gibt es eine große Anzahl von Sportwettlokalen, die dauerhaft geschlossen wurden.

Das seit 2005 zuständige Ministerium für Inneres, Sport und Integration ist in über 1000 Verfahren gegen Betreiber von illegalen Sportwettenlokalen mit Untersagungen und Zwangsgeldern weitgehend erfolgreich vorgegangen. Allein in 2009 wurden bereits 209 neue Verfahren eingeleitet und 174 Untersagungen ausgesprochen (in 2008 waren es 122 Untersagungen). ...

In einer Schwerpunktaktion wurden vom Donnerstag bis Sonnabend der vergangenen Woche alle 31 bekannten illegalen Sportwettlokale in der Stadt Hannover überprüft. Dabei wurden in 20 Fällen durch Versiegelungen weitere Sportwetten unterbunden. In den restlichen Lokalen war der Wettbetrieb eingestellt...“

Spart die Verwaltung an der falschen Stelle?

Zum Thema „Selbst dem Rat könnte es an den Kragen gehen“ lesen Sie im Forum zu Zeitungsartikeln aus der Dewezet folgenden Beitrag von Ingo Reddek: „Es geht ja bei der Straßenausbaubeitragssatzung nicht darum, dass die Grundeigentümer die komplette Sanierung übernehmen. Es geht lediglich um eine Beteiligung daran, da sich der Wert des Grundstücks, des Gebäudes, nach einer Sanierung erhöht. Dabei wird auch unterschieden, wie stark die Straße von Durchgangsverkehr belastet wird. Es gibt aktuell nur eine einstellige Zahl von niedersächsischen Städten, die keine Straßenausbaubeitragssatzung haben. Dies wird von der Kommunalaufsicht bereits seit einiger Zeit kritisiert. Im übrigen bezweifele ich, dass sich Familien gezielt dort ein Haus bauen, wo es keine Straßenausbaubeitragssatzung gibt.“

400 Euro-Kräfte in der Gastronomie

„... arbeiten auf 400 Euro basis. Muss das sein? Klar sie haben einen kleinen Job. Aber, wer zahlt für diese Menschen mal Rente? Sozialabgaben? Es müsste von der Politik verboten werden, dass Geschäfte mit den 400-Eurokräften in dieser Größe gemacht werden! Es gibt so viele arbeitslose Kräfte aus dem Hotel und Gaststättenbereich. Nur, diese Kräfte arbeiten nicht für 400 Euro und möchten auch ganze Tage arbeiten...“

Diskutieren Sie mit, im Internet bei

Illegale Wettbüros fördern die Spielsucht. Oddset nicht? Auf dem Foto werden gerade 500 Euro gesetzt. Fotos: Bergengrün



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