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Rintelner klagtüber Telefonterror / Anzeige wegen Belästung bei der Polizei erstattet

Im Viertelstundentakt von Werber angerufen

Rinteln (ur). An den Rand eines Nervenzusammenbruchs gebracht sieht sich der Rintelner Klaus Tadge angesichts einer hartnäckig-dreisten Werbeaktion durch die deutsche Telekom.

veröffentlicht am 23.01.2008 um 00:00 Uhr

"Über Wochen wurde ich immer wieder von anderen Werbern wegen eines neuen Vertrags angerufen - zunächst bis zu vier Mal täglich." Er habe sich dann beschwerdeführend an die im Display seines Telefons erkennbare Rufnummer 0800 330 24 24 gewandt, wo man seinen Anruf aber offensichtlich nicht Ernst nahm. "In der Folgezeit verschärfte sich der Terror sogar noch, und ich musste die unerwünschten Telefonate an manchen Abenden im Viertelstundentakt abwimmeln - leider ohne dauerhaften Erfolg." Darauf wandte Tadge sich mit seiner Kritik an die "T-Com Kunden-Hotline" unter der Rufnummer 0800 330 1000. Dort immerhin zeigte man Verständnis dafür, dass der Rintelner sich belästigt fühlte, sah sich aber nicht in der Lage, den Telefonterror zu stoppen: "Das machen ja Werbeteams, da haben wir in dem Sinne gar keinen Einfluss drauf." Jetzt hatte Klaus Tadge, obwohl sonst ein durch und durch friedlicher Zeitgenosse, "die Faxen dicke" und wandte sich an die Rintelner Polizeidienststelle. Wo man seine Anzeige wegen anhaltender Belästigung zwar aufnahm, ihm aber zunächst wenig Hoffnung auf Abhilfe machte: "Dazu müsste ein öffentliches Interesse erkennbar sein." Tadge dazu: "Es muss doch wohl im begründeten öffentlichen Interesse liegen, die Bürger vor solchen dreisten Eingriffen in die Privatsphäre zu schützen!" Seine Anregung: "Vermutlich werde ich ja nicht allein von solchen Anrufen genervt - wenn die anderen nunmehr auch bei der Polizei klar machen, dass sie sich diese Unverschämtheit nicht länger gefallen lassen, so müsste das öffentliche Interesse daran doch deutlich werden." Wer sich nunmehr mit dem Gedanken trägt, solche Telefonwerber mit schrillen Pfiffen aus der Trillerpfeife abzuwehren, sollte sich darüber im Klaren sein, dass derlei Wortschwall-Terroristen in solchen Fällen schon wegen Körperverletzung geklagt haben. Auch Nervensägen können mitunter ganz sensibel sein.



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