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Vor Abreise prüfen: Sind Verbandskasten und Urlaubsapotheke in Ordnung?

Im Urlaub an die Gesundheit denken

Rinteln (blc). Die Sommerferien stehen vor der Tür und damit auch die Urlaubsreise. Zur Vorbereitung gehört aber nicht nur die Routenplanung, auch an die Gesundheit sollte gedacht werden. Aber welche Medikamente gehören in eine Reiseapotheke?

veröffentlicht am 05.07.2011 um 00:00 Uhr

Medikamente, die wegen einer Erkrankung benötigt werden: Wichtige Medikamente gehören ins Handgepäck! Wer ständig starke Schmerzmittel benötigt, sollte sich ein ärztliches Attest ausstellen lassen, da manche Mittel unter das Betäubungsmittelgesetz fallen und beim Zoll sonst Probleme bereiten können. Für flüssige Medizin sollte man sich ebenfalls ein Attest vom Arzt geben lassen, da Flüssigkeiten im Handgepäck nur begrenzt transportiert werden dürfen. Mit Bescheinigung gibt es hier keine Probleme.

Zur Grundausstattung gehören: Schmerzmittel, Arzneien gegen Durchfall, Verstopfung und Reiseübelkeit, Medizin gegen Erkältung, Kühlsalben gegen Insektenstiche und Sonnenbrand, Mittel gegen allergische Reaktionen, Pflaster und Verbandsmaterial (Schere nicht vergessen), Desinfektionsmittel, eventuell Ohrentropfen und ein Fieberthermometer. Die Verpackungen der Medikamente können zu Hause bleiben, ein Beipackzettel sollte aber wegen möglicher Hinweise auf Wechselwirkungen mitgenommen werden.

Was sonst noch hilfreich sein kann: Sonnenschutzmittel, Magnesium gegen Wadenschmerzen nach langen Wanderungen, pflanzliche Kreislauftropfen, die man problemlos mit Zucker einnehmen kann, Insektenschutzmittel gegen Mücken und andere hartnäckige Blutsauger und auch Heiß-kalt-Kompressen gegen Muskelkater oder Insektenstiche.

Auf klimagerechte Verpackung achten: Manche Medikamente reagieren empfindlich auf Sonne und Hitze, so beispielsweise Insulin, aber auch Fieberzäpfchen. Möglichst kühl transportieren und am Urlaubsort im Kühlschrank lagern. Wer auf solche Medikamente angewiesen ist, sollte sich sicherheitshalber vor Urlaubsantritt vergewissern, ob am Urlaubsort ein Kühlschrank im Zimmer vorhanden ist.

Einnahmerhythmus langsam anpassen: Wer regelmäßig Medikamente einnimmt und in eine deutlich andere Zeitzone fliegt, sollte seinen gewohnten Einnahmerhythmus zunächst beibehalten und langsam an die neue Zeit anpassen.

Reisethrombose verhindern: Auf langen Strecken im Flugzeug kann es bei Venenschwächen sinnvoll sein, Stützstrümpfe anzuziehen. Zumindest viel trinken und zwischendurch bewegen.

Erste Hilfe im Auto: Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollte nicht vergessen, vor Fahrtantritt einen Blick in den Verbandskasten zu werfen. Ist er noch vollständig? Sind einzelne Verpackungen möglicherweise abgelaufen? Der Erste-Hilfe-Kasten ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Wer sich bei einer Wanderung beispielsweise aus dem eigenen Verbandskasten versorgt hat, muss verbrauchte Materialien wieder auffüllen. Das gilt auch für Wundkompressen oder Verbandstücher, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, oder für beschädigte Verpackungen.

Was gehört in den Verbandskasten? Wundpflaster, Mullbinden, Verbandtücher, Verbandspäckchen, Kompressen, eine Rettungsdecke, aber auch Einmalhandschuhe und eine Erste-Hilfe-Schere. Auch eine Erste-Hilfe-Broschüre gehört zur Grundausrüstung. Die DIN 13164 bestimmt den Inhalt genau.

Verbandskasten griffbereit lagern: Der Erste-Hilfe-Kasten sollte nicht ganz unter dem Urlaubsgepäck verschwinden. Gerade zu Ferienzeiten kommt es auf der Autobahn schnell zu Staus und Auffahrunfällen. Sinnvoll ist es, den Verbandskasten unter dem Fahrersitz zu deponieren. Dort ist er griffbereit und gleichzeitig vor allzu großer Hitze geschützt.

Mit dem Inhalt vertraut machen: Der Verbandskasten muss nicht nur aufgefüllt werden, es ist zweckmäßig, sich rechtzeitig mit der Anwendung des Materials vertraut zu machen, bevor man in einer Notsituation panisch reagiert. Wer regelmäßig seine Erste-Hilfe-Kenntnisse in einem Kurs auffrischt, reagiert im Ernstfall gelassener und sicherer.



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