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Im Etat sind die Eintrittsgelder von November und Dezember fest eingeplant / Kuratorium erzielte 500 000 Euro Spenden

Im Oktober will das Museum unbedingt wieder öffnen

Hameln (ul). Rund 90 Mitglieder verfolgten im Haus der Kirche die Berichte des Vorstandes über die Fortschritte beim Museumsumbau. Gerade das historische Interesse der Bürger und ihr nachhaltiges Engagement im Museumsverein motiviere den Vorstand und die Angestellten des Museums, die harte Arbeit der Bestandsaufnahme, Archivierung und didaktische Planung für die neuen Vitrinen bis ins kleinste Detail und unter Beachtung des Kostenrahmens zu gestalten, betonten Vorsitzender Klaus Arnold und Museumsleiterin Dr. Gesa Snell übereinstimmend. Und an die Vertreter der Stadt und die Kommunalpolitiker gerichtet, meinten beide, dass der Termin zur Wiedereröffnung im Oktober eingehalten werden sollte, denn der Museumsverein rechnet für November und Dezember fest mit den Eintrittsgeldern, wie Kassenwart Hans-Jörg Nulle in seiner Kostenberechnung für das Jahr 2011 ausführte. Der Tag der offenen Tür in der Museumsgeschäftsstelle und Bücherei am 8. Januar 2011 am alten Standort in der Osterstraße sei sehr erfolgreich gewesen, betonte Arnold. Vierteljährlich werden die Mitglieder des Museumsvereins über den laufenden Stand informiert. Ab Herbst 2010 sei erkennbar gewesen, dass die ursprünglich geplante Museumsschließung von zwei Jahren nicht haltbar sei. Auf das Schreiben Arnolds an die Bürgermeisterin Anfang November 2010 habe die neue Stadträtin Gaby Willamowius den Mitgliedern des Vereins am 8. Februar die Gründe für die Verzögerung aufgezeigt. Vorstand und Kuratorium des Museumsvereins mit Vorsitzendem Dr. Walter-Dieter Kock haben am 1. März eine Straffung und Optimierung in Sachen Investment „Neues Museum“ bei Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann gefordert. Immerhin handelt es sich um 30- bis 40 000 Euro Eintrittsgelder im Jahr, mit denen „der Verein auch gegenüber den zahlreichen Spendern und Sponsoren satzungsmäßig und vertrauensvoll umgehen will“. Um nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu gelangen, dringt der Museumsverein darauf, dass der Öffnungstermin im Oktober eingehalten wird.

veröffentlicht am 31.03.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 18:41 Uhr

Insgesamt habe der Verein dank des Kuratoriums das Ziel, 500 000 Euro für das neue Museum mitzufinanzieren, erreicht. Arnold dankte Kock als Vorsitzenden des Kuratoriums für das großartige Beispiel bürgerschaftlichen Engagements. Es sei ein riesiger Kraftakt mit Briefen, Telefonaten und freundschaftlichem Nachfassen gewesen. Der Vorstand will sich jetzt mit der Stadt verständigen, wie die Zahlung abgewickelt wird. Weil sich der Verein auch am begehbaren Rattenfängertheater mit 70 000 Euro beteiligen möchte, ist der Museumsverein weiter auf Spenden angewiesen. Das wird auch in Zukunft so bleiben, denn die neue Dauerausstellung kann zwar zwei Jahre lang das Interesse der Bürger der Region wecken, dann aber werden Sonderausstellungen zu Schwerpunktthemen der Heimatkultur folgen, um auch weiterhin Besucher der Region in das Hamelner Museum zu locken.

Jetzt hofft der Verein, dass die Neupositionierung des Museums ab Oktober viele neue Besucher aus nah und fern anziehen wird, wobei die stärkere Darstellung der Rattenfängersage als Alleinstellungsmerkmal des Museums punkten soll. Und der Verein hofft auch, dass das neue museumspädagogische Konzept die Schulen überzeugen wird, denn mit dem Besuch der Kinder in ihrem Heimatmuseum kann das Interesse an der Historie ihrer Heimatgeschichte geweckt werden.

Das Werben neuer Mitglieder gestaltete sich erfolgreich, 14 Interessenten traten dem Museumsverein bei, aber die 660 Mitglieder werden auch nicht jünger – sieben Mitglieder starben.Um das Ehrenamt auszubauen, sollen künftig auch die Mitglieder des Museumsvereins noch stärker an das Museum gebunden werden, kündigte Arnold an.



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