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Umbau in Rolfshagen geht gut voran / 3000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit warten auf die Feuerwehr

Im November ist das Gerätehaus wieder dicht

Rolfshagen (la). Das Feuerwehrgerätehaus bietet zurzeit einen merkwürdigen Anblick. Auf der linken Seite steht unverändert der alte Schlauchturm und rechts ebenfalls ganz wie immer die Fahrzeughalle, in der sogar ein Feuerwehrfahrzeug geparkt ist. In der Mitte befindet sich allerdings eine gewaltige Baustelle - und auf dem gesamten Gebäudekomplex fehlt das Dach.

veröffentlicht am 17.10.2006 um 00:00 Uhr

Die neue Stahlkonstruktion ist fast fertig. Kleines Bild: Olaf S

"Der Umbau geht gut voran", freut sich Friedhelm Liewack vom Bauamt der Gemeinde Auetal. Nachdem der Mittelteil des Feuerwehrgerätehauses abgerissen wurde, hat der Bauhof mit dem Bau einer Stahlkonstruktion begonnen. Die Rückwand des Gebäudes wurde ebenfalls erneuert. "Hier war eine Brandschutzwand notwendig, weil dahinter das DRK-Holzhaus steht, in dem Material gelagert wird, und wir den vorgeschriebenen Abstand nicht einhalten konnten", erklärt Liewack. Diese Arbeiten werden in diesen Tagen abgeschlossen, und dann rückt eine Firma an, die das Gerüst mit Metallpaneelen verkleidet, die Beton-sohle gießt, die Decke einzieht und die beiden großen Rolltore installiert. Über den gesamten Gebäudekomplex wird dann noch ein neues Dach gesetzt, mit neuen Giebeln rechts und links. "Mitte bis Ende November müssten diese Arbeiten abgeschlossen sein. Dann ist das Gerätehaus wieder dicht", stellt Liewack in Aussicht. Der Umbau war notwendig geworden, weil der Platz in der Fahrzeughalle nicht mehr ausreichte. Durch die Stahlkonstruktion entsteht an gleicher Stelle eine 152 Quadratmeter große Halle mit einer Tiefe von 12,5 Metern. "Das wird den neuen Normen für Feuerwehrgerätehäuser gerecht und bietet genügend Platz für die immer größeren Einsatzfahrzeuge", erläutert Liewack. Durch die Tiefe der Halle können zweimal zwei Feuerwehrfahrzeuge hintereinander geparkt werden. DieOrtsfeuerwehr Rolfshagen besitzt ein LF 8, ein Tankfahrzeug, einen Mannschaftstransportwagen und außerdem einen Anhänger zur Ölschadenabwehr. Aber nicht nur die Fahrzeughalle wird erneuert. Zusätzlich findet am Rand der Halle auch ein Umkleideraum mit Dusche und WC für die Feuerwehrfrauen Platz und im Anbau neben dem Schlauchturm entsteht ein geräumiger Umkleideraum für die aktiven Feuerwehrmänner. Dazu kommt ein Treppenhaus, das in das neue Obergeschoss führt, in dem ein 55 Quadratmeter großer Schulungsraum entsteht. Außerdem findet in diesem Gebäudeteil die Haustechnik ihren Platz. Für den gesamten Innenausbau, die Installation von Heiztechnik, Elektrik und Sanitäranlagen zeichnen die Feuerwehrmänner in Eigenregie verantwortlich. "Wir stehen schon in den Startlöchern", sagt Rolfshagens Ortsbrandmeister Rüdiger Teich. Rund 3000 ehrenamtliche Stunden werden die Feuerwehrmänner in ihr neues Gerätehaus investieren müssen. "Das schaffen wir schon. Natürlich hoffen wir dabei auf die Unterstützung anderer handwerklich geschickter Rolfshäger. Einige haben ihre Hilfe bereits zugesagt", freut sich Teich. Die Gesamtkosten für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses hat Liewack mit 170 000 Euro beziffert. 140 000 Euro zahlt die Gemeinde Auetal und die Differenz von 30 000 Euro wird durch die Eigenleistungen der Feuerwehrmänner ausgeglichen.

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