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Wer ist im Notfall zuständig? / Ortsrat für kurzfristige Verständigung

Im Notfall lieber nach Minden

Cammer (bus). In Cammer sorgen sich die Bürger um die ärztliche Notfallversorgung. Eine während der jüngsten Ortsratssitzung von Herbert Backemeier angestoßene Erörterung brachte die Unzufriedenheit mit der derzeitigen Situation zum Ausdruck. Jetzt soll ein möglichst kurzfristig anberaumtes Gespräch mit den zuständigen Stellen für Abhilfe sorgen. "Das soll aber bitteschön keine sechs Wochen dauern", gab Ortsbürgermeister Friedrich Rösener den Vertretern der Bückeburger Stadtverwaltung mit forderndem Unterton zu verstehen.

veröffentlicht am 16.06.2007 um 00:00 Uhr

Bückeburg oder Minden? Mit der Notfallrettung plädiert der Camme

Hintergrund der etwas verzwickten Lage ist die fernmündliche Festnetzzugehörigkeit Cammers zum Mindener Vorwahlbereich - und die Entfernung zu Stadthagen respektive Bückeburg. "Wer ist für uns im Notfall zuständig, wen kann man anrufen?", wollte Backemeier wissen. Derzeit erreichen die Cammeruner über die Notrufnummer 112 die Feuerwache Minden. Für das, was dort passiert, schilderte Rösener drei Szenarien. "Falls da ein guter Mann sitzt, wird sofort ein Rettungswagen losgeschickt." Im Falle eines nicht ganz so guten Diensthabenden werde der Anruf nach Stadthagen weitergeleitet, erläuterte der Ortsbürgermeister. Und im ärgsten Fall laute die Auskunft "wir sind nicht zuständig". Das Thema stand in Cammer bereits vor rund einem Dutzend Jahren schon einmal auf derörtlichen Agenda. Mit dem Ergebnis, die rettungstechnische Zuständigkeit auf niedersächsischem Gebiet zu belassen. Das soll sich nach dem Willen der Lokalpolitiker jetzt ändern. "Wir wollen nach Minden", lautete ihre unmissverständliche Vorgabe an die Teilnehmer der bevorstehenden Gesprächsrunde. Für die Neuorientierung spreche nicht zuletzt die kurze Distanz zwischen der Ortschaft und der Mindener Rettungswache. Was eine wesentlich schnellere Erreichbarkeit verspreche als der Umweg über die schaumburgische Kreisstadt.



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