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Auf dem Friedhof Kathrinhagen wird der Platz vor der Kapelle neu gestaltet / Einweihung: Himmelfahrt

Im Mittelpunkt: Das Rad der heiligen Catharina

Kathrinhagen (rnk). Groß nachzudenken brauchten die Verantwortlichen nicht: Natürlich würde es ein Rad sein, schließlich ist es das Symbol der heiligen Catharina. Und so geschah es auch: Der neu gestaltete Platz vor der Kapelle hat als Zentrum ein Rad, in dessen Mittelpunkt noch ein Baum gepflanzt wird - natürlich eine Linde.

veröffentlicht am 04.04.2007 um 00:00 Uhr

Die Dorfgemeinschaft spuckt in die Hände: Am Himmelfahrtstag sol

Die Idee, den Platz sanieren zu lassen, ist nicht neu. Manfred Spenner erinnert sich, sie schon vor langen Jahren dem damaligen Pastor Michael Speer vorgetragen zu haben. Doch der, so Kathrinhagens Ortsvorsteher, habe dankend abgewunken: Schließlich wäre eine Neugestaltung nur auf Kosten seines richtig großen Gartens möglich gewesen. Speer ist schon lange nicht mehr Seelsorger in Kathrinhagen, der jetzige Kirchenvorstand stand denÜberlegungen deutlich offener gegenüber. Auch Pastorin Dr. Heike Köhler hatte mehrmals auf den fehlenden Platz vor der Kapelle hingewiesen, auf dem sich bei Beerdigungen alles drängt und quetscht. "Man steht beengt", formuliert es Spenner. Und dann kam noch "Kyrill". In der Nacht zum 19. Januar fegte er so heftigüber den Friedhof und durch den garten, dass am nächsten Morgen gleich mehrere Bäume gefällt am Boden lagen. Für Spenner und seine Männer der Moment, die sprichwörtlichen Nägel mit Köpfen zu machen. Die Hecke, die bislang den Garten vom Kapellenplatz trennte, wurde abgerissen, danach konnte mit den Sanierungs- und Pflasterarbeiten begonnen werden. An Helfern mangelte es nicht, schließlich hat sich in all den Jahren in Kathrinhagen eine Dorfgemeinschaft aufgebaut, die in die Hände spuckt, wenn ihre Mitglieder gebraucht werden. Dazu kamen noch Mitglieder aus dem Kirchenvorstand (oder die jeweiligen Ehemänner), in den letzten Tagen und Wochen wurde der gesamte Vorplatz neu gestaltet. Das stilisierte Wagenrad, so erklärt Spenner scherzend, sei aus Obernkirchener Sandstein, den Martin Jäsche in Beton gelegt habe, der Rest sei "Schaumburger Gerümpel". Natürlich wird eine neue Hecke angepflanzt, auch der verwüstete Pfarrgarten soll in Angriff genommen werden, erklärt Pastorin Köhler. Offiziell wird der neue Platz an Himmelfahrt eingeweiht. Ab 10 Uhr ist feierlicher Gottesdienst, danach wird - bestimmt nicht weniger feierlich - die neue Linde gepflanzt. Kosten sind der Dorfgemeinschaft nicht entstanden, erklärt Spenner.



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