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Bei der Kaufkraft hat Schaumburg ein Ost-West-Gefälle / Zur Hälfte über dem Bundesschnitt / Tendenz sinkend

Im Landkreis: Bad Nenndorfer sind am besten bei Kasse

Landkreis (gus). Um die Kaufkraft in den Mitgliedskommunen des Landkreises ist es höchst unterschiedlich bestellt. Die Bewohner der östlichen Gebiete sind im Schnitt besser bei Kasse als jene im Westen.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 14:48 Uhr

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Die Kaufkraft meint das Geld, das die Haushalte pro Jahr für privaten Konsum ausgeben können. Der vom Institut Acxiom ermittelte Durchschnittswert der Deutschen in 2007 beträgt 18 500 Euro, liegt zwei Prozentüber dem des Vorjahres. Die Summe entspricht dem Index 100. Für alle deutschen Kommunen hat Acxiom Referenzwerte ermittelt. Wo die Kaufkraft mit mehr als 100 angegeben wird, liegt diese über den 18 500 Euro, wo die Zahl unter 100 liegt, verhält es sich umgekehrt. Entgegen dem Bundestrend ist der Index für Schaumburg von 99,0 (2006) auf 98,6 (2007) gesunken. Laut dem Institut MB-Research beträgt der aktuelle Kaufkraft-Index in unserem Landkreis 97,9 Punkte. 2006 hatte der Wert nach MB-Research-Angaben bei 98,6 gelegen. Die größte Kaufkraft in Schaumburg haben die Einwohner der Stadt Bad Nenndorf (inklusive Ortsteile). Der Wert beträgt 113,8. Es folgen weitere Gemeinden der Samtgemeinde Nenndorf (die Studienergebnisse sind per Postleitzahlen abrufbar, deshalb gibt es für manche Orte zahlreiche Einzelergebnisse). Hohnhorst und Haste erreichen Werte von 111,1. Anschließend reihen sich die Orte der Samtgemeinde Rodenberg ein. Erst auf Platz sieben folgt der erste dem Südkreis zuzurechnende Ort: Luhden hat einen Wert von 106,4 zugesprochen bekommen. Den höchsten Eintrag für eine Kommune in Westschaumburg teilt sich Luhden mit Hespe, das denselben Wert erreicht hat. Deutlicher als die Nord-Süd-Tendenz ist jedoch das Ost-West-Gefälle. Aus dem östlichen Kreisgebiet sind nur Sachsenhagen, Lauenhagen und Lüdersfeld schlechter als Rang zwölf platziert (siehe Tabelle). Noch deutlicher wird dies, wenn die Städte miteinander verglichen werden. Bad Nenndorf (113,8) und Rodenberg (109,2) heben sich deutlich von den westlichen Städten Stadthagen (93), Obernkirchen (90,5), Bückeburg (95) und Rinteln (93) ab. Innerhalb Niedersachsens rangiert der Landkreis Schaumburg im vorderen Bereich. Niedersachsens Spitzenreiter mit starküberdurchschnittlicher Kaufkraft ist Harburg. Die dortigen Werte liegen um 130. Osterholz, Verden, Gifhorn, Helmstedt und Wolfsburg haben ebenfalls besser abgeschnitten als Schaumburg. Auch die Region Hannover wird leicht überdurchschnittlich bewertet. Diepholz und Hildesheim haben ähnliche Ergebnisse wie unser Landkreis erzielt. Die Mehrheit der niedersächsischen Kommunen liegt unterhalb des Index-Werts - so auch ausnahmslos alle westlich von Schaumburg gelegenen Gebiete. Unter den 16 Bundesländern rangiert Niedersachsen (Wert 97,8) an achter Position. Spitzenreiter ist Hessen (113,2) vor Bayern (112,6). Ganz am Schluss steht Mecklenburg-Vorpommern mit 74,1, davor Sachsen-Anhalt (77,1). Bundes-Krösus der Landkreise ist übrigens Starnberg in Bayern ( 163,1). Am unteren Ende der Skala befinden sich die Landkreise Löbau Zittau (69,7), Uecker-Randow (76,2) und Demmin (66,6) - allesamt Kommunen in den neuen Bundesländern. Eine Übersicht der Studie ist auf der Seite www.acxiom.de einzusehen.

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