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Fenster der Stadtkirche schon desöfteren eingeworfen / Sanierung des Portals / Spur im Steinwurf von Heiligabend

Im Kampf gegen Vandalen und den Zahn der Zeit

Bückeburg (rc). Die Polizei hat eine erste kleine Spur im Fall des eingeworfenen Kirchenfensters am Heiligabend an der Stadtkirche. Nach ihren Ermittlungen stammt der kleinere Granitstei n aus der Pflasterung neben der Stadtbücherei an der Schulstraße - nur wenige Häuser von der Stadtkirche entfernt. Die Polizei fragt nun, wer am Heiligabend kurz vor 18 Uhr ein oder mehrere Personen gesehen hat, die sich von der Schulstraße in Richtung Stadtkirche bewegt haben.

veröffentlicht am 31.12.2008 um 00:00 Uhr

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Wie berichtet war dort kurz vor dem Gottesdienst um 18 Uhr ein Stein durch das linke Kirchenfenster des Hauptportals geworfen worden. Der Stein landete ebenso wie die Glassplitter auf der Empore, die zu diesem Zeitpunkt zum Glück noch nicht mit Kirchgängern besetzt war. "Wer diesen Stein geworfen hat, hat billigend in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kommen können", wertete Christa Röder-Zahorka, Mitglied des Kirchenvorstandes der Stadtkirchengemeinde, den Vorfall. In ihrer Funktion als Leiterin des Bauausschusses des Kirchenvorstandes wies sie zudem auf den erheblichen Schaden hin, der an den einzigartigen Kirchenfenstern entstanden ist. Auf immerhin 5000 Euro wird der Schaden geschätzt. Denn der Stein durchschlug ein mit einer figürlichen Darstellung bemaltes Glas - über ein Jahrhundert alt und in der heutigen Form nur mit erheblichem Aufwand zu ersetzen. In den vergangenen Jahren hatte die Stadtkirchengemeinde wiederholt Probleme mit Vandalen, die mit Steinen die wertvollen Fenster beschädigten. Besonders im rückwärtigen dunklen Bereich kam es immer wieder zu Schäden. Als eine Maßnahme wurde deswegen das dichte Nadelgehölz im Übergang zum Parkplatz hinter der Stadtkirche gefällt, das gerne von den Vandalen als Unterschlupf genommen worden war. Zudem wurden in den vergangen Jahren - bis auf eins - alle Fenster in den Seiten- und Rückbereichen saniert und mit einem speziellen Schutzgitter versehen. Rund 20 000 Euro verschlang jedes der Fenster. Lediglich die drei Fenster des Hauptportals sind noch nicht geschützt. Da allerdings das gesamte Portal des einzigartigen Baudenkmals der Weserrenaissance saniert werden muss, sollen die Fenster der Vorderfront in einem Gesamtpaket saniert und geschützt werden. Wie die Stadtkirchengemeinde dieses Vorhaben finanzieren kann, ist derzeit nicht absehbar. So werdenzwar seit geraumer Zeit Spenden gesammelt, unter anderem mit der Dombaubude, die seit längerer Zeit rechts neben der Stadtkirche steht. Nach wie vor fehlt aber eine erkleckliche Summe Geldes. Seitens der Stadtkirchengemeinde werden daher Pläne geschmiedet, über Stiftungen und EU-Mittel zumindesteinen Teil der Sanierung des Portals zu finanzieren.



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