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Fertige Pläne in der Schublade / 40 bis 50 neue Arbeitsplätze

Im Gespräch: DRK-Pflegeheim am Ostertor mit 72 Betten

Rinteln (wm). Ein Pflegeheim mit 72 Betten soll auf dem Gelände des ehemaligen Bauunternehmens Distelmeier an der Ecke Kapellenwall und Ostertor entstehen. Im August vorigen Jahres hatte Rintelns ältestes Bauunternehmen Insolvenz angemeldet, seitdem steht das Grundstück zum Verkauf.

veröffentlicht am 09.11.2006 um 00:00 Uhr

Leerstand am Ostertor: Im Sommer vorigen Jahres hat das Bauunter

Ideen, wie das Gelände genutzt werden könnte, hat es schon viele gegeben, unter anderem war die Ansiedelung eines Einkaufsmarktes als Nahversorger für die Innenstadt im Gespräch - mögliche Investoren winkten ab, die Fläche sei zu klein, die Verkehrserschließung zu problematisch und konfliktträchtig. Das neue Konzept, entwickelt vom Obernkirchener Architekten Wolfgang Hein gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband, hat die bisher besten Chancen, Realität zu werden. Einen Bedarf für ein innerstädtisches Pflegeheim in Rinteln gebe es, schilderten DRK-Geschäftsführerin Ursula Krüger und Kreisverbandsvorsitzender Wolfgang Foerstner. Bisher seien viele Senioren nach Bad Eilsen abgewandert, erläuterte Foerstner, Senioren, die sicher, wenn es ein entprechendes Angebot gegeben hätte, lieber in ihrer Heimatstadt Rinteln geblieben wären. Das Distelmeier-Gelände sei für ein Pflegeheim eine 1-A-Lage, denn leichtere Pflegefälle könnten problemlos zu Fuß in die Innenstadt gelangen. Vorteilhaft sei auch die mögliche Anbindung an das betreute Wohnen in der Schulstraße und die dort untergebrachte Sozialstation, betonte Krüger. Zurzeit würden Gespräche mit mehreren Investoren geführt, denn das DRK werde das Heim zwar betreiben, aber die Immobilie nicht selber bauen. Hein erläuterte, die Pläne für das Haus seien bereits so konkret, die Unterlagen bis auf die Investorenfrage so komplett, dass er in den nächsten Wochen eine Bauvor anfrage bei der Stadt stellen könnte. Ein solches Haus würde auch die Arbeitsplatzbilanz der Stadt deutlich verbessern: Ursula Krüger geht davon aus, dass 40 bis 50 Vollzeit- und Teilzeitarbeitskräfte in dem Pflegeheim beschäftigt würden. Für Kreisverbandsvorsitzenden Wolfgang Foestner ist klar: Wenn das Projekt realisiert werden soll, dann auf alle Fälle bald - vor einer möglichen Steinangerbebauung, wenn auch die Konzepte für Seniorenwohnen am Steinanger in eine andere Richtung gingen.

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