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Freiwillige Feuerwehr Börry wurde 85 / Mehr Teilnehmer bei den Lehrgängen gewünscht

Im Geburtstagsjahr gab’s Lob für die Jugend

Börry (ubo). Im November 1825 erhielt Börry im Amt Grohnde eine Feuerspritze. Damit wurde die Grundlage für das Feuerlöschwesen in Börry gelegt. Bereits 1857 wurde eine der größten Handdruckspritzen gekauft. Sie kam bei Einsätzen in allen Dörfern um Börry zu Einsatz.

veröffentlicht am 23.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 15:21 Uhr

Mit diesem Blick in die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr eröffnete Ortsbrandmeister Karl-Heinz Brockmann den Kommers zum 85- jährigen Bestehen der Ortswehr. Im kleineren Rahmen mit den Wehren des Gemeindegebietes und der örtlichen Vereine feierte die Ortswehr ihr Jubiläum.

Der Vorläufer der Freiwilligen Wehr, die Pflichtfeuerwehr, wurde am 1. April 1902 gegründet; am 14. Juli 1924 fand die Gründungsversammlung statt. 82 Männer unterzeichneten die damalige Gründungsurkunde. Als erster Feuerwehrhauptmann wurde Otto Fricke gewählt. Am 1. Juli 1964 erhielt die Wehr ein Löschfahrzeug (LF) 8. Im Jahr 1979 wurde ein Tanklöschfahrzeug 16/25 in Börry stationiert; die Wehr wurde damit zur Stützpunktwehr. Durch die Schwerpunktverschiebung der Einsätze von den Brand- zu mehr Hilfeleistungseinsätzen, wurde auch die Ausrüstung angepasst.

Seit 2004 hat Börry eine sehr aktive Jugendfeuerwehr. Feuerwehrausschussvorsitzende Rolf Keller, der in Uniform gleich mehrere Funktionen des Kreises und der Gemeinde vertrat, würdigte die Arbeit der Feuerwehr und besonders der Jugend. „Vor dem Hintergrund einer mangelnden kommunalen Jugendarbeit, die ihren Weg noch suchen muss, ist diese Arbeit ein unschätzbarer Wert, der sich auszahlen wird“, so Keller. Im Hinblick auf die finanziellen Möglichkeiten erinnerte er daran, das „das Feuerwehrwesen eine Pflichtaufgabe der Kommune, keine freiwillige Leistung und schon gar nicht ein Spaßobjekt geselliger Männerrunden ist“.

Gemeindebrandmeister Willi Pflughaupt bezeichnete die Jugendfeuerwehren als „Polster für die Feuerwehren“ und wies auf die Entscheidung hin, Kinderfeuerwehren einzuführen zu können. Pflughaupt ging auch auf die gesunkene Teilnehmerzahl an den Lehrgängen ein. Es gelte, das Bewusstsein der Bevölkerung, sich auf den anderen zu verlassen, zu ändern.

Der Kommers bildete den Höhepunkt der Festlichkeiten zum Jubiläum, die mit einer Kaffeetafel begannen. Nach dem Kommers konnten die Gäste ihr Tanzbein beim Festball schwingen. Mit einem kalt-warmen Büffet sowie einer Kaffeetafel klangen die Feierlichkeiten aus.



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