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Feuerwehrübt schlimmes Unfallszenario / Neuer Rettungssatz im Einsatz / Schaumlöscher verhindern Brand

"Im Ernstfall rettet die Zusammenarbeit Menschenleben"

Krainhagen (sig). Es hat gekracht, weil ein Fahrer zu schnell war und die Gewaltüber seinen Wagen verloren hatte. Nach dem Frontalzusammenstoß prallten beide Fahrzeuge links und rechts der Lindenstraße gegen einen Baum. In dem hangseitig verunglückten Auto gab es einen Toten und einen Schwerverletzten. Hier wurde der Fahrer eingeklemmt, kam aber mit leichten Verletzungen davon. Die Fahrerin des zweiten Wagens erlitt einen schweren Schock. Das waren die Vorgaben für eine groß angelegte Einsatzübung am Mittwochabend in Krainhagen.

veröffentlicht am 16.05.2008 um 00:00 Uhr

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Ortsbrandmeister Stephan Konczak hatte mit seinen Männern alles pünktlich vorbereitet. Ausgediente Fahrzeuge standen zur Verfügung. Um den simulierten Unfall so realistisch wie möglich darzustellen, wurden die Verletzten fachmännisch hergerichtet. Wer zufällig vorbeikam, dem konnte der Schrecken in die Glieder fahren. Der Fahrer des Wagens, der an einem Baum auf der Hangseite der Straße zum Stehen kam, hatte einen Nasenbeinbruch. Er konnte aber schnell gerettet und versorgt werden. Für seinen Beifahrer kam jedoch jede Hilfe zur spät. Er habe, so der Einsatzleiter, einen Genickbruch erlitten. Dafür wurde deshalb ein Dummy verwendet. Eine hinten sitzende junge Frau musste aus dem Fahrzeug herausgeschnitten werden. Die herbeigerufenen Rettungssanitäter diagnostizierten ein Schädelhirntrauma und eine offene Unterschenkelfraktur. Sie erhielt sofort Infusionen und wurde medizinisch weiter versorgt, während sich die zur Unterstützung herangezogene Gelldorfer Wehr mit ihrem neuen Rettungssatz aus Schere und Spreizer bemühte, das Dach abzutrennen. Vorher wurden die Scheiben herausgelöst. "Die Gelldorfer verfügen als einzige Wehr im Stadtbereich über diese modernen hydraulischen Rettungsgeräte, um eingeklemmte Menschen zu befreien, deshalb habe ich sie sofort alarmiert", erklärte Einsatzleiter Stephan Konczak. Was die zahlreichen Zuschauer, die sich nach kurzer Zeit einfanden, sichtlich beeindruckte, war die reibungslose Zusammenarbeit des in Obernkirchen stationierten Einsatzzuges des DRK Schaumburg mit den Rettungssanitätern und der Feuerwehr. Die Krainhäger Wehrmitglieder sperrten die Lindenstraße ab und sorgten dafür, dass der zweite Unfallwagen, der auf der gegenüberliegenden Seite von einem Baum gebremst worden war, nicht in Brand geriet. Zu diesem Zweck wurde ein Schaumlöscher eingesetzt. Stephan Konczak: "Es ist notwendig, solche umfangreichenÜbungen von Zeit zu Zeit abzuhalten. Im Ernstfall kann durch eine reibungslose Zusammenarbeit Menschenleben gerettet werden, denn dann geht es um jede Se- kunde."



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