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Stadtschule Rodenberg will Integrierte Gesamtschule werden / AG für den Tag X gegründet

IGS im Visier: "Wir stehen in den Startlöchern"

Rodenberg (bab). Lehrer, Eltern und Schüler der Rodenberger Haupt- und Realschule sind sich einig: Die Stadtschule ist bereit, zur Gesamtschule zu werden. Eine Integrierte Gesamtschule (IGS) halten alle dabei für die beste Lösung, weil in Rodenberg ohnehin schulformübergreifend gearbeitet werde. Um dem Landkreis dieses Signal zu geben, hat die Schule eine Arbeitsgruppe (AG) gebildet, die ein entsprechendes Konzept erstellen soll.

veröffentlicht am 16.11.2007 um 00:00 Uhr

Harald Korte, Brigitte Naber, Susanne Petrovic-Farah, Thomas Bla

"Das Kollegium und der Schulvorstand haben sich mit großer Mehrheit für die Umwandlung unserer Schule in eine Integrierte Gesamtschule ausgesprochen und unterstützen damit den Antrag der Samtgemeinde Rodenberg", heißt es in einer Presseerklärung der Schule. Schulleiterin Brigitte Naber sieht die IGS als die konsequente Form der Weiterentwicklung für die Schule. "Wir halten das für eine Abrundung unseres pädagogischen Konzepts. Unsere Lehrer unterrichten schon in den beiden Schulsystemen", so Naber. Die IGS habe den Vorteil, eine Schule für alle zu sein, in der gefördert und gefordert werden könne, ohne dass die Schüler in einer Jahrgangs aus ihren Klassenverbänden gerissen würde. Schüler würden nicht gleich auf einen Bildungsweg festgelegt. Rückläufige Schülerzahlen sind ein weiteres Argument für die Stadtschule, das Angebot zu erweitern. Je stärker die Schülerzahlen in der Hauptschule sinken, desto schwerer sei es ein gutes, breites und differenziertes Angebot beispielsweise bei den Wahlpflichtkursen anzubieten, sagt Naber. Sie sieht den Einsatz für eine IGS als Verantwortung für ihre Schülern. Mitstreiter vom Lehrerkollegium, der Schüler- und der Elternschaft haben sich bereits zu der Arbeitsgruppe zusammengetan. Die Lehrer Susanne Petrovic-Farah und Harald Korte gehören ihr an und sind überzeugt, dass mit einer IGS der richtige Weg eingeschlagen werde. "Wir haben bauliche Voraussetzungen, die ideal wären", bemerkt Korte auch im Hinblick auf den Umbau der Schule, der im kommenden Jahr ansteht. "Wir stehen in den Startlöchern", sagt Petrovic-Farah. "Der Landkreis muss das entscheiden, aber wir wollen zeigen, dass wir dahinterstehen", erklärt Naber "deshalb wollen wir auch als Schule Stellung beziehen." Eine vierzügige IGS kann sich die Schulleiterin unter den gegebenen Umständen am besten vorstellen. Eine Auswirkung, von der alle Schüler profitieren würden, ist auch für Schulelternratsvorsitzenden Thomas Blazek bestechend: Eine IGS bekommt mehr Unterrichtsstunden als die jetzige Schulform. Auch die Durchlässigkeit wäre ein Vorteil. Am Ende von Klasse zehn könnten alle Abschlüsse abgelegt oder zur Oberstufe der IGS Stadthagen gewechselt werden. Die Zeit, die bis zu einer Entscheidung von Land und Kreis vergeht, nutzt die Schule bereits zur Vorbereitung. Für den Tag X werden nun Konzepte von der AG erstellt. Unterstützung holt sich die Stadtschule auch von außen. Der Leiter der IGS List aus Hannover hat bereits sein pädagogisches Konzept vorgestellt. Die Rodenberger wollen aus den Erfahrungen anderer lernen und sich an bestehenden Schulen wir der IGS Stadhagen orientieren.



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