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Unterbezirk Nienburg der SPD lädt zu Informationsveranstaltung ein

IGS: Dieses Jahr 428 Bewerber abgelehnt

Loccum (ade). Chancen und Möglichkeiten einer Inte grierten Gesamtschule (IGS) hat der Unterbezirk Nienburg der SPD bei eineröffentlichen Informationsveranstaltung in Loccum vorgestellt. Während im benachbarten Landkreis Schaumburg demnächst vier solcher Schulen zur Verfügung stehen, hält der Landkreis Nienburg am dreigliedrigen Schulsystem fest.

veröffentlicht am 26.11.2008 um 00:00 Uhr

"Da möchte ich glatt noch einmal zur Schule gehen", murmelte eine Mittvierzigerin unter den Zuhörern. Mitreißend erzählte Carola Pliska, Schulleiterin an der IGS Schaumburg, von einem System, bei dem es keine Verlierer, keine Sitzenbleiber, keine Schulabbrecher und Förderungen für alle Schüler - von solchen mit Lerndefiziten bis zu Hochbegabten - gibt. In diesem Jahr habe ihre Schule 428 Bewerber ablehnen müssen, nur 110 Schüler seien angenommen worden, berichtete Pliska. Mehr Plätze seien nicht vorhanden. Die Akzeptanz bei Eltern und Lehrern für die IGS sei so groß, dass drei weitere Schulen umgewandelt werden sollten. SPD-Unterbezirksvorsitzende Elke Tonne-Jork wünschte sich, dass der Landkreis Nienburg aus der schlechten Mittelmäßigkeit im Schulsystem herauskommt, Grant Hendrik Tonne, Mitglied im niedersächsischen Landtag, plädierte für schnelles und flexibles Nachdenken über die Schullandschaft im Landkreis, und auch Rehburg-Loccums BürgermeisterDieter Hüsemann steuerte seine Ansichten zu der Diskussion bei. Der Landkreis habe, so Hüsemann, bisher nicht über Schulentwicklung nachgedacht. Mit dem Antrag seiner Stadt, eine Abfrage unter den Eltern zu machen, um herauszufinden, wie viele Eltern ihre Kinder gerne an einer IGS haben wollten,sei der erste Schritt getan. Im Bürgerbeteiligungsprojekt "Rehburg-Loccum 2030" habe es ein klares Votum für eine IGS in der Stadt gegeben.



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