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Erster Abschnitt des Bürgerparks ist fertig / Umwelt-Lotterie schießt 20 000 Euro zu

Idylle mit Rodelhügel mitten in der Stadt

Stadthagen (gus). Natur erleben - und das mitten in der Stadt. Das ist das Ziel gewesen, als im Sommer 2005 eine Gruppe der "Lokalen Agenda 21" begann, zwischen der Herminenstraße und dem Lauenhäger Bach einen Bürgerpark anzulegen. Inzwischen ist der erste Abschnitt fertig. Wege, Uferbewuchs und ein Rodelhügel laden zum Spaziergang ein.

veröffentlicht am 08.01.2007 um 00:00 Uhr

Jetzt soll er wurzeln schlagen: Dieter Kellermeier zeigt einen W

Bei einer Pflanzaktionen im Mai 2006 und so genannten Schneitelungen vor wenigen Wochen ist der Grundstock für die Pflanzenwelt des Bürgerparks geschaffen worden. Schneiteln ist das radikale Zurückschneiden der Krone eines Baumes. Im Fall des Bürgerparks sind Kopfweiden gescheitelt worden. Kreisgärtnermeister Dieter Kellermann betont, dass dies den Bäumen nicht schade. Im Gegenteil: Auf lange Sichtprofitierten die Weiden davon. Kellermeier und vier weitere Mitglieder der "Lokalen Agenda" haben die Pflanzung von Weidensteckhölzern und Uferstauden vorgenommen. Für das Beschneiden der Bäume wurde eine Firma beauftragt. Herzstück des Bürgerparks ist eine "Flutmulde" des Lauenhäger Baches. Diese ist eigentlich zur Rückhaltung von Regenwasser gedacht und somit ein Teil des Hochwasserschutzes. Außerdem kann jetzt gerodelt werden. Dazu ist ein Hügel aufgeschüttet worden. Was fehlt, ist der Schnee. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, meint auch Kellermeier. Dieser geht davon aus, dass im Februar ein Wintereinbruch kommt. Die Schlitten könnten dann über einen Weg quer durch das Gelände bis hin zum Hügel gezogen werden. Eine Brücke führt über den Lauenhäger Bach. Der Weg ist als Rad- und Gehweg angelegt und verbindet die Verlängerung der Herminenstraße mit der Lauenhäger Straße. Das Projekt, an dem sich maßgeblich die Stadt finanziell beteiligt, ist noch nicht komplett abgeschlossen. So ist eine weitere Wegverbindung entlang des Baches bis zur Teichstraße geplant. Kellermeier glaubt nicht, dass 2007 weitergearbeitet wird. "Es muss erst Geld da sein", meint dieser. Eilig hat es niemand. "Der Natur soll Zeit gelassen werden, sich zu entwickeln." Beim ersten Bauabschnitt haben die Macher von der Unterstützung der Umwelt-Lotterie "Bingo" profitiert. 20 000 Euro hat diese laut Kellermeier zur Verfügung gestellt. Das habe rund ein Drittel der Kosten gedeckt. Der Bürgerpark knüpft an ein weiteres Idyll im Stadtgebiet an: Ein Stück weiter befindet sich ein Pappelwald mit einer Ansammlung wilder Orchideen.



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