weather-image
16°
×

Geplantes Feuerwehrhaus

Ideenwettbewerb wäre nötig

Zu „Stadt beim Feuerwehrhaus in Eile“, vom 11. Mai
Wo bleibt die Stadtplanung? Zunächst ist zweifelhaft, mit diesem Verfahren auf eine Umweltprüfung und Umweltbericht verzichten zu können. Dann vermisse ich städtebauliche Abwägungen, schliesslich geht es um ein Objekt, das massiv in die städtebauliche Struktur eingreift.

veröffentlicht am 19.06.2020 um 21:47 Uhr

Autor:

Es ist wichtig, die Zementierung des Projektes an diesem Standort durch eine städtebauliche Gesamtkonzeption zu begründen. Dazu gehört u.a.: eine Verkehrskonzeption für die Zukunft in Nach-Corona-Zeiten: autofreie Innenstadt mit Reduzierung dortiger Parkplätze zugunsten Fussgängern und Radfahrern und Förderung des Nahverkehrs. Das hat Auswirkungen auf konzentrierte Parkplätze am Rande der Innenstadt, ohne grossen Suchverkehr zur Vermeidung von Immissionen. Dazu gehört auch die Unterbringung von PKW und Bussen für Besucher der Freizeiteinrichtungen, Sport, Museum, Schloss und Veranstaltungen vielfältigster Art. Ein Grünordnungsplan mit Anbindung und Verbindung von Hauptallee und Anzioalle an die Emmerauen und auch bessere Gestaltung und Aktivierung des Gondelteiches mit evtl. Eingriffen in den Parkplatz. Ein Ideenwettbewerb für den Bereich zwischen Stadtwerken und Emmerstraße sowie Schlossstraße und Emmerauen ist notwendig, um Fehlplanungen für die Zukunft zu verhindern und um Visionen für die Zukunft offen zu halten. Erst danach kann entschieden werden, ob sich der geplante Standort der Feuerwehr einfügt oder nicht. Es gibt genug alternative Standorte, z.B. östlich von Aldi an der Strasse“Auf der Schanze“, südlich Tankstelle Huddelbusch, Bauhofgelände oder Bathildiskrankenhaus. Die Stadt weicht für sich von der üblichen Praxis ab, von Investoren zunächst die Vorstellung der Bauabsichten zu verlangen und erst dann gegebenenfalls den B-Plan aufzustellen. Aus stadtgestalterischen Gründen und für den Bürger verständlicher wäre folgende Reihenfolge: Einbindung in eine Gesamtkonzeption Wettbewerb Hochbauprojekt mindestens Vorentwurf erst dann B-Planverfahren. Auch der Verzicht im B-Plan auf Festsetzungen zu Baugrenzen/Baulinien, Geschossigkeit, Ausnutzungen und Flächenbedarf gibt dem Bürger keine Chance ,die Auswirkungen des Projektes zu beurteilen. Besonders wichtig wäre die Darstellung der Dimensionen vor Ort anhand des auszuführenden Entwurfes mittels Stangen o.ä, und zwar vor Erstellung des B-Planes.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Kontakt
Redaktion
E-Mail: redaktion@dewezet.de
Telefon: 05151 - 200 420/432
Anzeigen
Anzeigen (Online): Online-Service-Center
Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
Abo-Service
Abo-Service (Online): Online-Service-Center
Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
X
Kontakt