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Rat beschließt "Integriertes Stadtentwicklungs- und Wachstumskonzept" / Politiker hüllen sich noch in Schweigen

Ideensammlung soll EU-Geld nach Bad Nenndorf bringen

Bad Nenndorf (rwe). Das Wort klingt nach großen Plänen. Der Rat der Stadt hat einstimmig ein Integriertes Stadtentwicklungs- und Wachstumskonzept für Bad Nenndorf beschlossen. Das soll dabei helfen, Fördermittel aus dem Strukturfonds der Europäischen Union in die Kurstadt zu leiten. Wofür das Geld dann ausgegeben werden soll, blieb aber im Dunkeln. Zum Inhalt des visionären Papiers verloren die Politiker kein Wort. Allerdings haben die darin enthaltenen Vorschläge auch keine Rechtsbindung.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 10:27 Uhr

Wer freut sich nicht, wenn einem der reiche Onkel unter die Arme greift, wenn die Kasse knapp ist und Großes ansteht. Die Europäische Union legt das regionale Strukturförderprogramm (EFRE) für die Jahre 2007 bis 2013 neu auf. "Da wollen wir dabei sein", sagte Stadtdirektor Bernd Reese in der Sitzung des Rates. Womit die Kurstadt dann dabei wäre, sagte er nicht. Zumindest heimste die Verwaltung ein Lob für die Aktivität ein, denn die Bad Nenndorfer Politiker hatten bereits mehrfach moniert, dass Zuschüsse der EU immer nur an andere fließen. Nun hat ein Arbeitskreis an sechs Abenden im Rathaus darüber gebrütet, wie sich Bad Nenndorf entwickeln könnte und sollte. Darin saßen Mitglieder aus den Fraktionen sowie vom Verwaltungsausschuss ausgesuchte Vertreter aus Vereinen, von den Kliniken, den Kirchen, der KurT und der Interessengemeinschaft. Auch ein Hotelier gesellte sich bei einem Termin dazu. Wer genau in dem Gremium saß und an der möglichen Zukunft für die Stadt mitwirkte, ist ebenfalls nicht veröffentlicht. Moderiert von Stadtplanerin Simone Strohmeier aus Celle trugen die Teilnehmer in den rund zweistündigen Treffen zahlreiche Vorschläge zusammen, zu denen unter anderem der Abriss des Kurhauses gehörte. Zudem legten sie den förderungswürdigen Geltungsbereich auf die Innenstadt und den Kurpark fest. Ellen Hültenschmidt, Sprecherin der CDU-Fraktion, begrüßte das Werben um öffentliche Fördergelder ausdrücklich. Das sei eine große Chance. Über Einzelheiten lasse sich später sprechen, wenn die Förderrichtlinien feststünden. "Wir können die Maßnahmen nur angehen, wenn die Mittel auch gebilligt werden", betonte auch Volker Busse für die Gruppe SPD/WGL. "Wir werden dieÖffentlichkeit zu gegebener Zeit informieren", sagte Bernd Reese auf Anfrage. Er würde gerne das Konzept, das manche Ratsleute derzeit noch eher als eine unverbindliche Ideensammlung sehen, erst vorstellen, wenn auch die gute Nachricht da ist, dass Geld fließt. In den Ausschüssen werde dann ohnehin über jede Einzelmaßnahme gesprochen, fügte er hinzu. Und was ist im Falle einer schlechten Nachricht aus Hannover, also ohne Geld? Dann soll das Konzept nicht still im Papierkorb verschwinden. "Da sind einige Projekte dabei, die wir auch so sicher weiter verfolgen." Welche das möglicherweise sein könnten und was sich der unbekannte Arbeitskreis noch überlegt hat für die Kurstadt, können deren Einwohner schon bald erfahren. Reese kündigte an, eine Information zu dem Inhalt des Konzeptes in den nächsten Tagen herauszugeben.



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