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Leichtathletik: Hürden-Gold für Nele Fasold bei den Landesmeisterschaften / Tyl Rozok holt Silber

„Ich wollte einfach gewinnen“

OLDENBURG. Erst war es noch ein sehr skeptischer, fast ungläubiger Blick. Nur langsam kam die Freude hoch. Nele Fasold vom VfL Hameln brauchte einige Minuten, um auch zu verstehen, was passiert war. Bei der Landesmeisterschaft der U20- sowie U16-Jugend in Oldenburg hatte sie so eben den Niedersachsen-Titel geholt.

veröffentlicht am 26.08.2018 um 17:29 Uhr

Mit Vollgas über alle Hürden: Die Hamelnerin Nele Fasold (Mitte) wurde in Oldenburg überraschend Landesmeisterin. Rechts im Bild VfL-Teamkollegin Ada Doering. mha

Autor:

Matthias Abromeit
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Der erste große Triumph in ihrer noch jungen Karriere. Das Hürden-Finale über 80-Meter der W-14-Schülerinnen entschied sie in 12,28 Sekunden für sich. „Niemals habe ich vorher daran gedacht“, strahlte Fasold. Der zunächst skeptische Blick hatte auch einen Grund. An der vorletzten Hürde kamen sie und die auf der Nachbarbahn laufenden Bremerin Johanna Otoko aneinander. Als Folge kam Fasold auch bei der letzten Hürde ins Straucheln. „Erst hatte ich gedacht, ich falle noch auf die Klappe. Aber ich wollte einfach gewinnen“, sagte sie. So schaffte sie es irgendwie, sich und den minimalen Vorsprung ins Ziel zu retten. Die Bremerin lag als Zweite nur um eine Hundertstelsekunde zurück.

„Nele ist echt voll der Wettkampf-Typ“, lobte auch VfL-Kollegin Pia Doering, mit 1,59 Metern Dritte im U20-Hochsprung. Deren Schwester Ada Doering komplettierte im W14-Hürden-Finale als Sechste in 13,28 Sekunden den Triumph des VfL. Marie Bischoff (VfL) wurde in 12,68 Sekunden Dritte in der W-15-Klasse. Dort war Sarah Neitz (LG Weserbergland) trotz persönlicher Bestzeit von 13,49 Sekunden im Vorlauf ausgeschieden.

Im Weitsprung störte eine Gewitter-Unterbrechung erheblich die Konzentration. So schied Fasold als Neunte mit 4,82 Metern aus, Ada Doering kam in den Endkampf, aber als Achte nicht über 4,85 Meter hinaus.

Für die Glanzlichter bei der LG Weserbergland am ersten Meisterschaftstag sorgte Tyl Rozok. Im Weitsprung der U-20-Jugend verbesserte er seine persönliche Bestleistung gleich dreimal. 6,50 Meter, dann 6,54 und zum Schluss 6,59 Meter – das war Rang fünf. „Und sein letzter Versuch ging noch weiter. Damit wäre er Zweiter geworden. Nur war er minimal übergetreten“, sagte Trainer Werner Scharf. Es blieb bei Rang fünf.

Rozok legt noch nach. Im 100-Meter-Vorlauf pokerte er, nahm am Ende das Tempo raus und zitterte, weil nicht wie gedacht, der Vorlaufzweite automatisch weiter kam. Doch er schaffte als einer der Zeitschnellsten den Sprung in den Zwischenlauf. Dort gab er richtig Gas und holte sich in 11,41 Sekunden sogar einen Endlauf-Platz. Rang sechs in 11,58 Sekunden war die Ausbeute.

Das reichte Rozok aber noch nicht. Vom Sprint-Finale ging es sofort zum Kugelstoßen. Mit 13,44 Metern wurde das Zehnkampf-Ass dort sogar Vizemeister. LGW-Kollege Lennart Granzow (12,25) landete auf Rang vier – genau wie zuvor schon mit 37,07 Metern im Diskuswurf. Der zweite Meisterschaftstag begann mit dem nächsten Highlight für den VfL. In 4 x 100-Meter-Staffel sprinteten Fasold, Sofiya Linko, Bischoff und Ada Doering ihre Runde in 51,56 Sekunden auf Platz zwei hinter Werder Bremen (51,28). Über 100 m legten Fasold Platz vier (W14/13,49) und Bischoff (W15/13,42) nach.

Als Dritte sprintete Pia Doering (VfL) über 100-Meter-Hürden (15,71) bei der U20 auf das Treppchen. Bei der LGW sicherte sich Rozok über 110 Meter Hürden (16,40) die Vizemeisterschaft. Granzow kam im Speerwurf mit 45,72 Metern noch auf Rang fünf.



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