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A 2: Tiefensee sagt Geld für Verkehrsmaßnahmen zu / Kölling will Geld für Feuerwehren

"Ich stehe bei meinen Kameraden im Wort"

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Der Rodenberger Verwaltung liegt eine Stellungnahme von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) zu der Situation auf der A 2 vor. Demnach werden Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von verkehrssichernden Maßnahmen auf der Autobahn nun von der Straßenbauverwaltung Niedersachsen untersucht. Einer Unterstützung der Feuerwehren aus den Anrainerkommunen wird nicht erwähnt.

veröffentlicht am 15.11.2007 um 00:00 Uhr

"Ich möchte den Bund weiter in der Pflicht haben", ist die Reaktion des Lauenauers Wolfgang Kölling (SPD). Mitte September war der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrausschusses Mitglied einer SPD-Kreistagsdelegation, die das Verkehrsministerium in Berlin besucht hat. Ziel war es, Lösungenfür den unfallträchtigen Streckenabschnitt der A 2 zu finden und um Unterstützung für Anrainerkommunen zu werben, deren Feuerwehren häufig Einsätze auf der Autobahn haben. In einem Brief an den Schaumburger Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy (SPD) hat Tiefensee darüber informiert, dass das Thema vom Land weiter verfolgt wird und eine Abstimmung mit dem Bund erfolgt. "Ich habe die zuständige Abteilung gebeten, auf der Grundlage dieser Abstimmungsergebnisse eine zügige Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel für verkehrsbeeinflussende Maßnahmen sicherzustellen", schreibt Tiefensee. "Das Tempolimit hat nichts gebracht", meint Kölling, der den Bund auch in der Verantwortung sieht, sich in irgendeiner Form an den Kosten für die Rettungseinsätze zu beteiligen. "Die Unfallzahlen bis zum 30. Juni sind höher als die im letzten Jahr." Kölling will, dass die Unterstützung auf "zwei gesunde Beine" gestellt wird. Das erste seien die verkehrsberuhigenden Maßnahmen, "das zweite muss sein, dass den Feuerwehren direkt geholfen wird". Kölling hat dabei die finanzielle Unterstützung im Auge, die nach seiner Meinung aus dem Maut-Aufkommen gedeckt und über die Feuerschutzsteuer verteilt werden könnte. Auch ein höherer Finanzausgleich sei geeignet. "Je mehr Schaumburg kriegen würde, desto eher könnte es die Kosten ausgleichen", so Kölling. Die Fahrzeuge auf der Autobahn würden immer stabiler und größer. Da müsse entsprechendes Gerät wie Spreizer und Scheren zur Verfügung stehen. Kölling macht am Beispiel Rodenberg klar, welche Kosten anfallen, weil die Autobahn in der Nähe liegt. Das Feuerwehrauto, das angeschafft werden soll, koste 250 000 Euro. "Das ist gut für die Autobahn geeignet. Wenn die Aufgaben an der Autobahn 2 nicht wären, könnte man ein kleines Modell für 100 000 Euro nehmen", schildert er. Der CDU-Fraktionschef im Landtag, David McAllister, hat im Interview kürzlich bestätigt, dass die Feuerwehren mit außergewöhnlichen Belastungen an der A 2 gut ausgestattet werden müssen. Das werde er in Hannover zum Thema machen. Kölling ist jedoch skeptisch. "Vor jeder Landtagswahl kommt so einer und verspricht so etwas. Das kenne ich schon." Das Land Niedersachsen geht seiner Meinung nach nicht gut mit Schaumburg um. Deshalb will der Lauenauer am Ball bleiben, weiter mit Bund und Land Gespräche führen und sich für die Unterstützung der Feuerwehren einsetzen. "Ich stehe bei meinen Kameraden im Wort, ich habe versprochen, das Thema anzufassen."



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