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Kein Platz mehr frei im Gemeindesaal: Große Vorstellungsrunde beim ersten „Café International“

Ich heiße. Ich wohne in. Ich komme aus.

Eilsen. Die 64 Stühle im Gemeindesaal haben nicht ausgereicht, damit alle, die zum ersten „Café International“ gekommen waren, sich auch hinsetzen konnten. Auch auf der Sitzbank an der Stirnseite des Saales blieb kein Platz frei, sodass einige tatsächlich stehen mussten.

veröffentlicht am 14.01.2016 um 15:49 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:23 Uhr

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Bad Eilsens soeben erst in den Ruhestand verabschiedeter Seelsorger Reiner Rinne begrüßte etwa 60 Flüchtlinge mit einem „very warm welcome“. 91 Menschen sind derzeit – verteilt auf verschiedene Wohnungen und Häuser in den Mitgliedsgemeinden – im Bereich der Samtgemeinde untergebracht. Unter ihnen befinden sich vor allem Familien mit Babys oder Kleinkindern. Die Menschen sind aus vielen Ländern zu uns gekommen, manche erst vor wenigen Tagen, andere schon vor etlichen Monaten. Syrien, Palästina, Afghanistan, Algerien, Mazedonien, Kosovo, Somalia oder Tschetschenien sind ihre Heimatländer. Solche Treffen sind gerade für diejenigen wichtig, die erst seit kurzer Zeit hier sind. So können sie die Erfahrungen, die sie in der Fremde (also bei uns) gemacht haben, mit anderen teilen, denen es vor Monaten ähnlich ergangen ist. So hilft einer dem anderen.

Weitere Hilfe bietet ihnen die Flüchtlingsunterstützungsgruppe an, die zu diesem Nachmittag eingeladen hatte. In diesem ehrenamtlich tätigen Unterstützerkreis haben sich 29 Eilser zusammengefunden, die nicht nur ihre Freizeit opfern, um den Flüchtlingen Hilfe und Orientierung zu bieten. Das sind Menschen wie beispielsweise Waltraut Otto, Gertraud Kern, Christa Rinne oder Elke von Lukowicz. Bei ihnen lernen die Flüchtlinge nach und nach die deutsche Sprache. Dazu treffen sie sich dreimal wöchentlich im Sitzungszimmer des Samtgemeinderathauses. Pro Woche erhalten sie dort zwölf Unterrichtsstunden. Das klappt offenkundig sehr gut. Der Reihe nach stellten sich Gastgeber und Gäste einander vor: „Ich heiße …“, „Ich wohne in …“ und „Ich komme aus …“ – Riesenbeifall. Egal, ob auf „Ich komme aus …“ Syrien folgte, Somalia, Afghanistan oder Deutschland.

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Egal, woher sie kommen: Bunte Farbe ins Gesicht gepinselt – das macht allen Kindern Spaß.


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