weather-image

Kritik an fehlender Planung der Gemeinde bezüglich der Leistungsfähigkeit der Emmerthaler Feuerwehr

Hydrantennetz weiterhin problematisch

Hämelschenburg. Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter der Ortswehr Hämelschenburg. An neun Einsätze, darunter einen Schornsteinbrand im Ort sowie vier Brandeinsätze und vier Hilfeleistungen, erinnerte Ortsbrandmeister Stefan Hollas bei der Jahreshauptversammlung. Zusätzlich unterstützten drei Feuerwehrleute den Einsatz beim Hochwasser in Magdeburg. Problematisch sei weiterhin die Löschwasserversorgung über das Hydrantennetz. Seit der Umstellung auf eine Versorgung aus Bad Pyrmont kann aus dem Leistungsnetz keine zuverlässige Wasserversorgung für den Erstangriff erfolgen. Die Wehr reagiert darauf, indem sie bei Brandeinsätzen sofort Tanklöschfahrzeuge nachalarmiert.

veröffentlicht am 13.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 12:21 Uhr

270_008_6977549_wvh_0603_FW_JHV_Haemelschenburg_Foto.jpg

Die Ortsfeuerwehr verfügt über 23 aktive Kameraden, darunter elf Atemschutzgeräteträger. Gruppenführer Sebastian Ohm berichtete, dass die Wehr mit elf Atemschutzgeräteträgern gut aufgestellt sei. Ein weiterer Feuerwehrmann wird in diesem Jahr dazu ausgebildet. Er ermahnte alle Atemschutzgeräteträger, den geforderten Leistungsnachweis zu absolvieren. Nach erfolgreicher Teilnahme am Truppmann-1-Lehrgang konnten Alessandro Ehmke und Domenik Schulze als neue Mitglieder der Einsatzabteilung begrüßt werden.

Der Jugendfeuerwehrwart aus Kirchohsen, Karl-Friedrich Jürgens, bedankte sich für die Unterstützung, die die Ortsfeuerwehr Hämelschenburg geleistet hat. Mit Alessandro Ehmke wird ein Mitglied der Jugendfeuerwehr an die Einsatzabteilung Hämelschenburg übergeben und ein neues Mitglied aus dem Ort konnte für die Jugendfeuerwehr gewonnen werden.

Als stellvertretender Vorsitzender berichtete Ludolf von Klencke von den Aktivitäten des Fördervereins. Der 2013 beschaffte MTW wird weiterhin den Jugend- und Einsatzabteilungen zur Verfügung gestellt. Zuschüsse gab der Förderverein für die Anschaffung einer Wärmebildkamera und eines Anhängers für die Jugendfeuerwehr. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Frank Melde betonte, dass sich die Anforderungen an eine moderne Feuerwehr laufend erhöhten. Zur Gewährleistung der Einsatzbereitschaft werde in Ausrüstung und Ausbildung investiert. Die Gremien der Gemeinde stellten im Rahmen ihrer Möglichkeiten die nötigen Mittel zur Verfügung, wobei sie durch die Kommunalaufsicht geprüft werden. Folglich müssten schon für kleinere Ersatzbeschaffungen mehrseitige Stellungnahmen geschrieben werden, kritisiert Melde. Gott sei Dank unterstütze der Förderverein einige Anschaffungen.

Melde versicherte: „Die Einwohner Emmerthals könnten sich sicher sein, dass die Feuerwehr im Ernstfall stets bereit- stehe, um Hilfe zu leisten.“ Im Sommer 2013 überprüfte der Landesrechnungshof die Leistungsfähigkeit der Emmerthaler Feuerwehr. Ein 55 Seiten starker Entwurf des Prüfberichts liegt vor. Zusammenfassend werde dort der Gemeinde bescheinigt, dass sie planerisch nicht über eine den örtlichen Verhältnissen entsprechend leistungsfähige Feuerwehr verfüge. Sogar einige Ortsfeuerwehren würden für nicht erforderlich gehalten. Die Führung der Gemeindefeuerwehr tue alles, damit es zu keinen Auflösungen von Ortsfeuerwehren komme, versichert Melde. Das letzte Wort habe jedoch die Politik. Ludolf von Klencke äußerte sich enttäuscht über den Umgang der Gemeinde mit dem Entwurf. Sie versuche abzulenken durch die Erklärung, man lasse die gute Arbeit der Feuerwehrleute durch eine oberflächliche Prüfung nicht in Misskredit bringen. Der Bericht kritisiere jedoch nicht die Arbeit der Feuerwehrleute, sondern in erster Linie Rat und Verwaltung der Gemeinde. Während die an die Ortsbrandmeister gerichtete Kritik akzeptiert und weitergereicht werde, würde die wesentliche Erkenntnis einer fehlenden Planung abgetan. Wegen einer fehlenden Planung der Gemeinde sei aber die Effektivität der Arbeit nicht gesichert. Ortsratsmitglied Oliver Gockel dankte für die Einsätze und Dienste des letzten Jahres und unterstrich, wie wichtig die einzelnen Ortsfeuerwehren seien. Lippold von Klencke lobte den gemeinsamen Einsatz der Ortsfeuerwehren Amelgatzen, Gellersen, Hämelschenburg und Welsede beim Kirchenjubiläum. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Frank Melde beförderte Stefan Hollas zum Brandmeister und Sebastian Ohm zum Hauptfeuerwehrmann. Sportabzeichen wurden an Hartmut Schwiegmann, Marvin Schwiegmann und Sebastian Ohm überreicht.ubo



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt