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Viele kleine Mängel in Klein Holtensen und Altenhagen / Regenrückhaltebecken weiter in Planung

Hunderttausend Kleinigkeiten auf der Liste

Klein Holtensen/Altenhagen (la). "Bei uns in Klein Holtensen ist eigentlich alles soweit in Ordnung", sagte Ortsvorsteherin Heike Fleischer im Gespräch mit unserer Zeitung, dann fielen ihr aber doch schnell die bekannten "hunderttausend Kleinigkeiten" ein, die die Gemeinde Auetal in Klein Holtensen erledigten müsste. Bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Dorf zeigte die Ortsvorsteherin diese auf.

veröffentlicht am 02.08.2008 um 00:00 Uhr

"Da würde ein Kinderfuß hineinpassen": Ortsvorsteherin Heike Fle

"Zum Beispiel steht hier an der Klein Holtensener Straße eine Laterne, bei der das Leuchtmittel und der gesamte Lampenschirm nur noch am Draht hängen." Der Schaden sei der Gemeinde gemeldet, doch bislang sei nicht passiert. Die Gemeinde müsse erst wieder den Hubwagen gemietet haben, sei die Auskunft ihr gegenüber gewesen, erzählt Fleischer. Ein Anwohner habe sogar angeboten, den Schaden mithilfe eines Gabelstaplers zu reparieren. Das sei aber abgelehnt worden. "Solche eklatanten Schäden werden sofort repariert, wenn sie uns denn bekannt sind", sagte Bürgermeister Thomas Priemer auf Anfrage unserer Zeitung und versprach, noch gestern einen Bauhofmitarbeiter damit zu beauftragen. Weiter geht es mit Heike Fleischer auf der Klein Holtensener Straße bis zur Kreuzung "Große Breite". Hier ist am Rand eines Gullydeckels der Asphalt abgebrochen. "Da passt ein Kinderfuß hinein", sagt die Ortsvorsteherin mit besorgter Miene. "Nicht auszudenken, was da alles passieren könnte." In der Dorfmitte ist die Straße abgesackt und weist zahlreiche Löcher und Risse auf. "Dass die Straße nicht mehr gerade ist, liegt wohl an den Kanalarbeiten, die vor einigen Jahren ausgeführt wurden", vermutet Heike Fleischer, aber die Straße müsste dringend ausgebessert werden. Vor allem vor dem Feuerwehrhaus. Weiter geht es zu einem Wirtschaftsweg, der parallel zum Rießbach verläuft. "Hier liegt schon seit Wochen ein umgestürzter Baum. Die Wurzeln haben ein Loch in den Weg gerissen, und wenn hier die Landwirte mit ihren Maschinen entlang fahren, bricht immer mehr von dem Weg ab", erläutert Fleischer das Problem. Überhaupt müsse der gesamte Weg saniert werden, tiefe Ausspülungen machten ihn kaum noch benutzbar. "Das liegt vor allem daran, dass der Landwirt im oberen Bereich den Graben zugeschoben hat. Jetzt muss sich das Wasser einen anderen Weg suchen", weiß die Ortsvorsteherin und appelliert an den Landwirt, den Graben wieder freizulegen. "Danach würde die Jagdgenossenschaft hier tätig werden", erklärt Heike Fleischer. Die Jagdgenossenschaft Klein Holtensen/Altenhagen habe ihre Bereitschaft erklärt, den Weg wiederherzustellen. Allerdings müsste die Gemeinde das Material zur Verfügung stellen. "Hierzu werden derzeit Gespräche geführt." Im Gegenzug haben die Jagdgenossen aber auch einen Wunsch an die Gemeinde. In Richtung Mühle sei am Waldrand ein früher drei Meter breiter Weg völlig verwildert und zugewachsen. "Den möchten die Jagdgenossen erneuert haben, denn derzeit kommt man nicht mit Fahrzeugen an den Wald heran", so Heike Fleischer. Außerdem müsste eine unterspülte Brücke in dem Bereich saniert werden. Wann und ob das für Klein Holtensen in Altenhagen geplante Regenrückhaltebecken gebaut wird, weiß die Ortsvorsteherin zurzeit nicht. Bürgermeister Thomas Priemer teilte auf Anfrage mit, dass derzeit ein Ingenieurbüro damit beauftragt ist, die entsprechenden wasserrechtlichen Anträge vorzubereiten. "Nur mit einer wasserrechtlichen Genehmigung können wir Fördermittel beantragen", so Priemer. Massiv beschwert hat sich ein Bürger gegenüber unserer Zeitung über die Zustände auf dem Friedhof in Altenhagen. Gräber würden eingeebnet und die Flächen dann sich selber überlassen. Die ehemaligen Gräber sackten ab, auf den Flächen wuchere Unkraut. "Die Friedhofsgebühren sind sehr hoch, aber es wird einfach nichts gemacht", schimpfte der Bürger. "Ich weiß, dass die Mitarbeiter der Gemeinde nicht überall sein können, aber ich denke, dass ein Signal gesetzt werden muss. Man kann nicht immer von den Bürgern verlangen, dass sie selber tätig werden - natürlich ehrenamtlich - und zusätzlich jede Menge Steuern zahlen, aber von der Gemeinde wird einfach nichts getan", kritisiert Heike Fleischer abschließend.



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