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Polizeihundverein und Jäger machen Frühjahrsputz und sammeln Glassplitter und Unrat am Weserufer auf

Hundeführer auf der Suche nach Scherben

Hameln. Auch wenn es draußen im Moment noch nicht wirklich nach Frühling aussieht, ist es im März so langsam aber sicher Zeit für einen ordentlichen Frühjahrsputz. Dass man nicht nur drinnen entrümpeln und aufräumen kann, zeigt der Erste Deutsche Polizeihundverein Hameln, kurz PHV. Seit zehn Jahren nutzen die Hundesportler einen Samstagvormittag im März, um das Platzgelände, aber vor allem das Gelände um den Platz herum im Bereich Weserbogen und Wallbaumstraße von achtlos hinterlassenem Müll zu befreien. Es ist schon erstaunlich, was bei den Müllsammelaktionen der vergangenen Jahre für Schätzchen gefunden wurden: Unter anderem zahlreiche Paar Schuhe, die wie neu aussahen und einfach in den Büschen am Rande der Weser entsorgt wurden. Vor drei Jahre wurde sogar eine Flaschenpost gefunden. In diesem Jahr war nichts besonders Skurriles dabei. Dennoch lohnt sich die Müllsammelaktion in jedem Jahr, erklärt Klaus Wächter. Er ist Jäger, hat eine Jagderlaubnis für den Bereich im Weserbogen und ist zudem Mitglied des Ersten Deutschen Polizeihundvereins Hameln. Er hat vor zehn Jahren die Müllsammelaktion ins Leben gerufen. „Wir haben den Bedarf vor zehn Jahren entdeckt und haben uns dann mit einer kleinen Truppe Jägern und Familienangehörigen auf die Suche gemacht. Es war sagenhaft, was hier rumlag. Sogar Großküchengeräte haben wir hier im Weserbogen gefunden. Damit wir die Müllsammelaktion noch ein wenig effektiver gestalten können, kam mir die Idee, doch mal im PHV dafür zu werben“, so Klaus Wächter. Der Vorschlag wurde mit Begeisterung aufgenommen. Auf der einen Seite ist es nicht richtig, wenn solch ein schönes Stück Natur vermüllt wird, auf der anderen Seite geht es aber nicht nur um die Optik, sagt Wächter. Auch Wildtiere können durch achtlos entsorgten Müll zu Schaden kommen. „An Glasscherben können sie sich schneiden, wie wir Menschen, aber ich habe auch schon einmal ein einjähriges Wildschwein, einen sogenannten Überläufer, gesehen, der hatte eine Konservendose um den Wurf, konnte nicht mehr fressen und ist daraufhin verendet“, gibt der Jäger und Hundeführer zu bedenken. Damit so etwas nicht allzu schnell wieder passiert, haben sich am Samstagvormittag rund 30 Hundeführer des Polizeihundvereins getroffen und fleißig Müll und Unrat im Weserbogen gesammelt. Das Ergebnis: Ein bis zum Rand voller Sieben-Kubikmeter-Container. Der wird übrigens von der Stadt Hameln für die Müllsammelaktion kostenlos zur Verfügung gestellt. „Schön, dass die Stadt uns unterstützt und erkannt hat, wie wichtig die Aktion ist“, freut sich Klaus Wächter. Dass der Container gefüllt wird, dafür sorgen die Hundeführer aber allein – der Arbeitseinsatz zugunsten der Natur rundherum und für den Verein ist für viele selbstverständlich. Es sieht nicht gerade schön aus, wenn so viel Müll um das Vereinsgelände herumliegt und daher packen die Hundehalter gerne mit an. Schließlich halten sich einige von ihnen sogar dreimal die Woche zum Training auf dem Vereinsgelände oder nutzen den Weserbogen außerhalb der Trainingszeiten für einen Spaziergang mit dem Hund. Klaus Wächter weiß, dass Jäger und Hundehalter in der Bevölkerung nicht immer den besten Leumund haben. Er hofft, dass die gemeinsame Aktion auch den Ruf der engagierten Jäger und Hundehalter verbessert, berichtet Eva Strohdeicher, die stellvertretende Pressewartin vom Ersten Deutschen Polizeihundverein Hameln.

veröffentlicht am 11.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:41 Uhr

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Auch von innen werden die Zeltplanen abgefegt.

Im Rahmen der Müllsammelaktion wird das Vereinsgelände auch von Laub befreit.

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