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Unseriöse Händler verkaufen todkranke Tiere über das Internet / Von neun Welpen nur vier gerettet

Hunde nicht von schwarzen Schafen kaufen

Nenndorf/Rodenberg (bab). Der Tierschutzverein warnt vor Tierkäufen über das Internet. Gefälschte Rassenachweise sind dabei noch das geringste Übel. Die Tiere die vorwiegend aus Osteuropa stammen, sind häufig so krank, dass sie nicht überleben. Zudem schleppen sie damit diverse Krankheiten ein, die auf hiesige Tiere übertragen werden.

veröffentlicht am 26.04.2008 um 00:00 Uhr

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Im jüngsten Fall, mit dem sich der Tierschutzverein Rodenberg/Bad Nenndorf und Umgegend beschäftigt, geht es um zehn Hunde, die von der Autobahnpolizei auf der A2 beschlagnahmt wurden. Neun Chihuahua- und Bulldoggen-Mix-Welpen und eine rund zweieinhalb Jahre alte Hündin haben Polizei und Zoll dem polnischen Besitzer abgenommen. Wahrscheinlich sollten sie in Deutschland verkauft werden. "Von den neun Welpen haben vierüberlebt", sagt Jutta Schneider, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Anfangs hätten sie einen einigermaßen munteren Eindruck gemacht. Dann aber stellten die Tierschützer fest, dass dies nur äußerlich war. "Nach einigen Tagen haben wir die ersten Krankheitszeichen bemerkt", erzählt die Vorsitzende. Die Welpen waren an der gefährlichen Viruskrankheit Parvovirose erkrankt. Die Infektionskrankheit ist sehr ansteckend. Auch unter Pilzbefall haben die Hunde gelitten. "Sie wurden zu früh von der Mutter getrennt, dadurch hatten sie keine gute Immu nisierung", sagt Schneider. Die Welpen, dieüberlebt haben, befinden sich zurzeit in Quarantäne und werden aufgepäppelt. Beizeiten wird der Tierschutzverein sie abgeben. Wer sich für die Hunde interessiert, kann sich beim Verein melden. Adresse und Öffnungszeiten Station sind im Internet unter www.tierschutz-rodenberg.de zu finden. Zwar arbeitet der Tierschutzverein auch mit den modernen Kommunikationsmitteln wie Internet, rät aber dringend davon ab, sich auf diesem Wege Tiere zu besorgen. Züchter, die dort für vergleichsweise günstige Preise Tiere anbieten, sind selten seriös. Die Tiere werden nicht geimpft, und oftmals sind die Rassenachweise gefälscht. "Bei Regress sind die Händler dann nicht mehr zu erreichen, weil sie ständig ihre Handy-Nummer wechseln", sagt Schneider. Wer Hunde von solchen schwarzen Schafen kauft, tue sich selber und den Tieren keinen Gefallen. "Und man fördert immer wieder die Züchtung auf diesem Wege", sagt Schneider. Mit den eingeschleppten, lebensbedrohlichen Krankheiten gefährden die Tiere außerdem ihre gesunden Artgenossen.



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